Beim Hebel Trading setzt Du nicht nur Dein eigenes Geld ein, sondern nimmst einen kurzfristigen Kredit auf, um größere Positionen zu eröffnen. Dadurch kannst Du zwar mehr Gewinn machen, aber trägst auch ein höheres Risiko bei Verlusten.

Oftmals werden für das Hebel Trading CFDs, Futures oder KO-Zertifikate genutzt. Es gibt aber auch noch andere Hebelprodukte. Mehr dazu im Beitrag:

Hebel vergrößern Gewinne & Verluste im Trading

Hebel Trading Überblick

#1 Was ist Hebel Trading? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 Finanzprodukte mit Hebel – CFDs, KO-Zertifikate, etc.

#3 Hebel Trading Erfahrung – Nur gut, wenn richtig angewendet!

#4 Vor- und Nachteile – Ermöglichen Trading mit wenig Kapital.

#5 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Hebel Trading.

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Was ist Hebel Trading?

Hebel Trading meint das nutzen von Finanzprodukte (vor allem Derivaten), welche einen Hebeleffekt haben. Die bekanntesten Hebelprodukte sind CFDs, KO-Zertifikate und Futures. Der Hebel entsteht dabei indem Du nur eine kleine Sicherheitsleistung (Margin) zum Eröffnen einer Position hinterlegen musst, während der Restbetrag der Position durch einen kurzfristigen Kredit realisiert wird. Hebel Trading ist grundsätzlich auf alle möglichen Assets (Aktien, Indizes, Währungen, Kryptos, etc.) möglich.

Beispiel: Du möchtest Aktien im Wert von insgesamt 4.000€ kaufen. Nun könntest Du entweder „echte Aktien“ kaufen, wobei Du die kompletten 4.000€ aufbringen musst oder Du nutzt bspw. „Aktien CFDs“, welche mit einem Hebel 5 ausgestattet sind. Mit Aktien CFDs müsstest Du nur 800€ aufbringen als Margin (4.000 geteilt durch 5 ist gleich 800). Die restlichen 3.200€ stellt der CFD-broker als kurzfristigen Kredit zur Verfügung. In diesem Video hab ich Dir das noch genauer erklärt:

Beachte: Hebel Trading ist deutlich riskanter, da der Hebel im Verlustfall auch ins Negative wirkt! Setze immer einen Stop-Loss im Trading!

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Finanzprodukte mit Hebel

CFDs (Contract for Differences): Du kannst auf steigende und fallende Kurse spekulieren ohne das Asset in echt zu besitzen.

KO-Zertifikate: Wird die sog. Knock-Out Schwelle erreicht, hast Du einen Totalverlust der Position.

Optionen: Geben Dir das Recht aber nicht die Pflicht ein Basiswert zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen/verkaufen.

Optionsscheine: Sie verbriefen das Optionsrecht in Verbindung mit einem hohen Hebel. (selten benutzt)

Futures: Offizielle und standardisierte Terminkontrakte zum Kauf/Verkauf eines Assets in der Zukunft.

Hebel-ETFs: Sind ETFs, welche Indexbewegungen mit einem Hebel verstärken. Der ETF besteht nicht aus echten Aktien sondenr aus anderen Hebelprodukten.

Hinweis: Es gibt noch weitere Produkte wie bspw. Faktor-Zertifikate oder Spread Bets, welcher in Österreich aber selten genutzt werden.

Hebel Trading Erfahrung

Hebel Trading bietet viele Vorteile, welche wir als Trader nutzen können. Die Möglichkeit durch gehebelte Derivate auf fallende Kurse zu setzen finde ich dabei am interessantesten. So kann ich bspw. bei der Lenzing Aktie auf fallende Kurse setzen mittels Aktien CFD. Will ich sowas über „echte Aktien“ machen, dann bräuchte ich spezielle Broker und alles ist technisch schwerer umsetzbar.

Ebenso gut finde ich die Möglichkeit bereits mit kleinem Kapital an den Bewegungen des ATX, Dax, Nasdaq etc. zu partizipieren. Für den DAX müsste man in Realität 24.000€ aufbringen, was für Einsteiger einfach unmöglich ist. Durch die Nutzung von Hebel kann ich mit einem Einsatz von 1.200 auf steigende/fallende Kurse im Index wetten. Beide genannten Chancen nutze ich nahezu täglich in meinem privaten Trading.

Das große Problem beim Hebel Trading ist allerdings, dass der Hebel auch im Verlust Auswirkung hat. Gerade bei kleinen Konten kann es so schnell passieren, dass man 20% Drawdown erreicht. Oftmals kommt es hier zu einem Teufelskreis: Ein kleines Konto kommt in den Drawdown und setzt Hebel ein um die Verluste „schnell“ wieder aufzuholen…beim nächsten Fehltrade wächst der Drawdown einfach noch weiter. Früher oder später steht das Konto bei 0.

Vor allem Anfängern passiert das mit hoher Wahrscheinlichkeit, da hier Fähigkeiten im Risiko- und Moneymanagement sowie der Trading Psychologie noch nicht ausgeprägt sind. Als Anfänger empfehle ich Dir bitte das Hebel Trading nur in einem risikofreien Demokonto zu testen! Bitte verwende kein echtes Geld.

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Hebel Trading Vor- und Nachteile

Vorteile:

Größere Gewinne mit wenig Kapital

Niedrige Einstiegshürden

Geeignet für kurzfristiges Trading

Effiziente Kapitalnutzung

Sinnvoll für Hedging

Nachteile:

Verluste werden ebenfalls vervielfacht

Erfordert sehr präzises Risikomanagement

Kann zu emotionalem und impulsivem Trading führen

FAQ – Hebel Trading

Was bedeutet Hebel Trading genau?
+
Beim Hebel Trading setzt du nur einen kleinen Teil des eigentlichen Positionswerts ein. Den Rest stellt dir der Broker als kurzfristigen Kredit zur Verfügung. Dadurch kannst du mit wenig Kapital große Positionen bewegen – aber auch große Verluste erleiden.
Wie gefährlich ist Hebel Trading für Anfänger wirklich?
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Sehr gefährlich! Anfänger überschätzen oft ihr Können und unterschätzen das Risiko. Der Hebel verstärkt nicht nur Gewinne, sondern auch Verluste – wodurch kleine Konten schnell zerstört werden. Ohne Stop-Loss und Moneymanagement ist Hebel Trading brandgefährlich.
Welche Hebelprodukte eignen sich am besten für Einsteiger?
+
CFDs sind für Einsteiger am einfachsten zu verstehen. KO-Zertifikate oder Optionen sind komplexer und haben zusätzliche Risiken. Futures und Hebel-ETFs sind eher für fortgeschrittene Trader geeignet, da sie stark schwanken und hohe Anforderungen haben.
Kann ich beim Hebel Trading mehr als meinen Einsatz verlieren?
+
Bei europäischen Brokern (z. B. XTB) nein – dort greift der ESMA-Anlegerschutz, der eine Nachschusspflicht verhindert. Bei Brokern außerhalb der EU kannst du jedoch theoretisch mehr verlieren als dein gesamtes Konto.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.