Forex Trading meint das Umsetzen kurzfristgier Trades im Währungsmarkt. Mit rund 7 Billionen US-Dollar ist dies der größte Finanzmarkt der Welt! Neben uns Privatanlegern spielen hier auch Zentralbanken eine wichtige Rolle.
Für das Trading werden oftmals gehebelte Derivate genutzt, was die Gewinnchancen sowie das Risiko deutlich erhöht. Mehr dazu im Ratgeber:


Forex Trading Überblick
#1 Was ist Forex Trading? – Kurze Erklärung & Definition.
#2 Forex Trading Funktionsweise – Eine Währung wertet auf; eine ab.
#3 Forex Trading Strategie – Ich zeig Dir den Golden Flow Ansatz.
#4 Begriffe im Forex Trading – Pips, Lot, etc.
#5 Charttechnik im Forex – Tipps zum lernen für Dich.
#6 Finanzinstrumente – CFDs, Knock-Out Zertifikate, etc.
#7 Forex Trading Kosten – Swaps, Spreads, Kommission, …
#8 Typische Anfängerfehler – Vermeide das beim Forex lernen!
#9 Vor- und Nachteile – Rund um die Uhr handelbar, aber riskant.
#10 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Forex Trading lernen.
Was ist Forex Trading?
„Forex“ ist der Kurzbegriff des Englischen „Foreign Exchange“, was so viel Währungshandel bzw. Devisenhandel bedeutet. Im Forex Trading (gerne auch FX Trading) werden entsprechend 2 Währungen gegeneinander getauscht. Das bekannteste Beispiel ist der Euro vs. US-Dollar (EUR/USD), was Du Dir sicherlich schonmal für Urlaubszwecke angeschaut hast. Das besondere am Forex Markt ist, dass er rund um die Uhr geöffnet hat!
Beachte: Nur weil der Forex Markt 24/7 geöffnet ist, solltest Du nicht zu jeder Uhrzeit Forex Trading machen! Ich finde den Zeitraum 8-22 Uhr am sinnvollsten!
Forex Trading Funktionsweise
Steht der EUR/USD Kurs bei 1,20 so bedeutet dies, dass 1 Euro in 1,20 Dollar umgetauscht werden kann. Steigt der EUR/USD Kurs auf bspw. 1,50, so beudetet dies, dass der Euro an Wert gewonnen hat gegenüber dem US-Dollar. Um zu wissen, welche Währung gerade stärker wird, kannst Du Dir das wie ein „Tau ziehen“ vorstellen: Geht der Kurs hoch, gewinnt der Euro; geht der Kurs runter, so zieht der USD stärker. Schau mal hier:

Beachte: Um die Performance einer Währung im Vergleich zu allen anderen Währungen (und nicht nur gegen eine) abzuschätzen, gibt es bspw. den DXY (Dollar Index). Hier wird der US-Dollar gegen alle Währungen geplottet.
Forex Trading Strategie
Im Forex Trading nutze ich gerne meine Golden Flow Strategie. Dabei habe ich bspw. den EUR/USD Chart im Minutenchart (oder 5 Minutenchart) offen, wobei der EMA20 & EMA50 Indikator eingefügt sind. Sind beide EMAs nach oben geöffnet, so befindet sich der Kurs im Aufwärtstrend, weswegen ich bei einem Rücksetzer in die EMAs einen Long eröffnen möchte. Sind die EMAs nach unten geöffnet, sprich der Kurs ist im Abwärtstrend, so möchte ich short gehen.

Beachte: In meinem Trading setze ich immer einen Stop-Loss. Diesen platziere ich knapp unter dem EMA50 bei einem Long Trade. Je nach Stop-Entfernung passe ich meine Positionsgröße so an, dass ich maximal 0,4% meine Depots verlieren kann.
Begriffe im Forex Trading
Pips: Dies ist die kleinstmögliche Veränderung eines Kurses. Im EUR/USD ist dies bspw. die 4. Nachkommastelle. ANhand der Pips gibt man an wie stark sich ein Kurs bewegt hat.
Lot: Dies definiert die Positionsgröße im Forex Trading. Analog kannst Du Dir das bei Aktien vorstellen, wenn DU entscheidest ob Du 1 Aktie oder 10 Aktien kaufst.
Spread: Der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufkurs wird Spread genannt. Vor allem im Trading ist das ein wichtiger Kostenfaktor. Habe den Spread immer im Auge.
Majors: Das sind Währungspaare, welche am meisten gehandelt werden. Bspw. EUR/USD oder USD/JPY. Im Vergleich dazu gibt es noch Minors und Exiotics.
Margin: Ist ein Geldbetrag, den Du Deinem Forex-Broker als Sicherheit gibst, um eine Position zu eröffnen. Bspw. ist die Position 30.000€ wert, aber Du gibst nur 1.000€ als Sicherheit.
Hebel: Der Leverage geht mit der Margin einher. Im Margin Beispiel ist Deine Positon 30-fach so groß wie Dein Einsatz. Also hast Du einen Hebel 30.
Beachte: Am Anfang klingen die Begriffe komplex. Am besten machst Du Dir ein Demokonto auf, testest das Forex Trading und Du bekommst Du Begriffe leicht in den Kopf.
Charttechnik im Forex
In der Charttechnik werden die Preisbewegungen analysiert und daraus mögliche Kursprognosen erstellt. Im kurzfristigen Forex Trading ist dies der typische Handelsansatz. Ich nutze ebenfalls nur die technische Analyse, wobei ich Dir empfehle das Motto „Keep it simple“ zu beachten. Du benötigst keine 10 Indikatoren o.ä., sondern eine Trendanalyse mit Unterstützung/Widerstand reicht meist schon aus, um einen guten Trade Plan zu erstellen.

Beachte: Mit „kurzfristigen“ Trades meine ich eine Haltedauer von maximal 2 Tagen. Bei Forex Trades über mehrere Wochen kann man auch gerne einen fundamentalen Ansatz nutzen.
Finanzinstrumente
Spot Trading: Du handelst direkt den Wechselkurs von Währungen. Dies ist vergleichbar mit dem Kaufen von „echten Aktien“ im Aktien Trading. Spot Forex ist die klassische Form des Forex Tradings.
CFDs: Contract for Differences ermöglichen Dir die „Wette“ auf steigende/fallende Kurse, wobei Du keine echten Währungen besitzt. Lediglich einen Vertrag mit einem CFD-Broker.
Futures: Dies sind Terminkontrakte, welche eine Vereinbarung über zukünftige Preise haben. Sie werden vor allem von professionellen Tradern genutzt und werden anders als CFDs an echten Börsen gehandelt.
Futures: Dies sind Terminkontrakte, welche eine Vereinbarung über zukünftige Preise haben. Sie werden vor allem von professionellen Tradern genutzt und werden anders als CFDs an echten Börsen gehandelt.
Optionen: Dies ist ein Vertrag zwischen zwei Parteien, wobei man die Option, aber nicht die Pflicht hat, ein Währungspaar zu einem festegelgten Preis zu kaufen/verkaufen.
Forex Trading Kosten
Die Hauptkosten im Forex Trading sind Spreads, Overnight-Swaps sowie Kommissionen. Spread ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufkurs. Der Overnight-Swap („Übernacht Haltegebühr“) ist eine Art Zins, welche anfällt, wenn Du eine Position länger als einen Tag hältst. Schließlich setzt Du nur wenig Margin ein um eine Position zu eröffnen – der Restbetrag ist ein Kredit beim Broker, welcher natürlich Zinsen möchte. Kommissionen sind mit Ordergebühren vergleichbar.

Beachte: Theoretisch können noch Depotführungsgebühren anfallen, aber dies ist heutzutage eher untypisch. Dies war früher bei einigen Brokern der Fall.
Typische Anfängerfehler
Zu hoher Hebel: Ein hoher Hebel vergrößert nicht nur potenzielle Gewinne, sondern auch Verluste – besonders für Anfänger extrem gefährlich.
Overtrading: Zu viele Positionen erhöhen nicht nur die Kosten, sondern verschlechtern auch die Qualität der Entscheidungen. Setze lieber auf ausgewählte, hochwertige Setups statt auf Quantität.
Emotionales Trading: Stress, Gier oder Frust führen häufig zu impulsiven Entscheidungen. Werden Stop-Loss-Marken verschoben oder gar nicht erst gesetzt, können daraus schnell hohe Verluste entstehen.
Zur falschen Zeit handeln: Viele Trader steigen zu Uhrzeiten ein, in denen der Markt wenig Bewegung zeigt. Nutze die Hauptphase 8-22 Uhr.
Einen teuren Broker nutzen: Hohe Gebühren und breite Spreads können deine Performance massiv schmälern.
Forex Trading Vor- und Nachteile
Vorteile:
Rund um die Uhr geöffnet
Hohe Liquidität sorgt für kleine Spreads
Viele gute Trading Strategien möglich
Dezentraler Handelsplatz sorgt für wenig Ausfälle
Geringe Einstiegshürden
Nachteile:
Hohe Risiken durch Hebel
News getrieben durch Zentralbanken und Wirtschaftsdaten
Psychologische Belastung durch viel Bewegungen
Starke Konkurrenz durch Banken, Fonds, etc.
FAQ – Forex Trading lernen

Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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