Bei der technischen Analyse (=Charttechnik) werden Preisbewegungen von Wertpapieren untersucht und anschließend zukünftige Kursverläufe prognostiziert. Dies kann sowohl im kurzfristigen Trading, als auch im langfristigen Investieren angewendet werden.
Technische Analyse lernen erfordert etwas Grundlagen Wissen und anschließend enorm viel Übung. Lass mich Dir in diesem Ratgeber alles Wissen geben, was Du benötigst:


Technische Analyse Themen:
#1 Technische Analyse Grundwissen – Definition & Erklärung.
#2 Trading Charts – Candlesticks, Linienchart, etc.
#3 Trendarten – Aufwärts, Abwärts, Seitwärts.
#4 Unterstützung/Widerstand – Markante Zonen finden.
#5 Chartformationen – Flaggen, SKS, Doppelboden, etc.
#6 Kerzenmuster – Hammer, Engulfing, Stars, etc.
#7 Indikatoren – RSI, Macd, Gleitdurchschnitt, etc.
#8 Softwares – Tradingview, Traderfox, xStation5
#9 Vor- und Nachteile – Universell anwendbar, aber viel Übung.
#10 FAQ – Häufig gestellte Fragen zur technischen Analyse.
1. Technische Analyse Grundwissen
Die technische Analyse ist eine Untersuchungs-Methode bei der einzig auf den Preisverlauf eines Assets geschaut wird. Dabei spielt es keine Rolle, ob Du Aktien, Indizes, Rohstoffe, Kryptos, Währungen, etc. anschaust. Ebenso spielt der Zeithorizont keine Rolle – Du kannst sie im Minutenchart oder Monatschat exakt gleich anwenden! Die Charttechnik ist dabei eine reine Methode, welche auf Wahrscheinlichkeiten basiert: „Ist ein steigender/fallender Kurs wahrscheinlicher?“
Beachte: Es gibt kein Chartobjekt bzw. Tool was 100% Trefferquote hat. Die Kunst liegt darin verschiedene Tools zu kombinieren, um eine Prognose mit einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit zu finden.
2. Trading Charts
Trading Charts sind grafische Darstellungen des Kursverlaufs. Charts sind der Ort, wo wir technischen Analysten unsere Prognosen erstellen. Dabei wird anhand des Charts versucht herauszulesen, ob es mehr Kaufkraft oder Verkaufskraft gibt. Lass uns die meistgenutzten Chartarten anschauen:
Linienchart
Der Linienchart ist ein simpler Charttyp, wo lediglich die Schlusskurse eines bestimmten Zeitraumes dargestellt werden. Diese Datenpunkte werden durch eine Linie grafisch verbunden. Im Trading ist der Linienchart eher untypisch, da viele Informationen im Chart nicht ersichtlich sind. Für langfristige Analysen bietet der Linienchart eine gute Orientierung (bspw. 10-Jahreschart anschauen). Trends lassen sich hier leicht erkennen:

Beachte: Manche Plattformen bieten das Einfärben der Fläche unterhalb der Linie an. Dies wird dann als „Mountain-Chart“ bezeichnet. Die Kursdaten sind allerdings die selben.
Kerzenchart
Der Kerzenchart (Candlestick Chart) ist die meistgenutzte Chartform. Hier werden pro Zeitraum mehr Daten geplottet: Eröffnungs- Schluss-, Höchst- und Tiefstkurs. Der Bereich zwischen der Eröffnung und dem Schluss einer Kerze wird als Kerzenkörper bezeichnet und ist farblich markiert. Durch den Vergleich der Größe des Kerzenkörpers mit den oberen und unteren Schatten lassen sich kurzfristige Umkehrpunkte im Chart rauslesen. Dies ist im Trading von großem Vorteil!

Beachte: Ein langer grüner Kerzenkörper deutet auf sehr starke Käufer hin. Die Chance ist hoch, dass der Kurs die Aufwärtsbewegung fortsetzt. Kerzen mit sehr kleinen (oder gar keinen) Kerzenkörper deuten auf Unsicherheit und eine mögliche Umkehr hin.
Heikin Ashi Chart
Da der Kerzenchart viel „Marktrauschen“ durch seine extrem vielen oberen und unteren Schatten sowie Farbwechsel darstellt, versucht der Heikin Ashi Kerzen dieses Rauschen rauszufiltern und klare Bewegungen zu zeigen. Du kannst Dir eine Heikin Ashi Kerze ähnlich wie ein Durchschnitt aus 2 Candlesticks vorstellen. Dadurch werden Bewegungen geglättet und eine lange Reihe an roten/grünen Körperkerzen in Folge dargestellt. Ein Farbwechsel der Körpers gilt als Umkehrsignal.

Beachte: Der Begriff „Heikin Ashi“ bedeutet soviel wie „Durchschnittlicher Balken“. Die Japaner, welche die Kerzenlehre maßgeblich geprägt haben, haben mit dem Begriff ins Schwarze getroffen.
Renko Chart
Der Begriff „Renko“ stammt vom japanischen „Renga“, was für Ziegelstein steht, ab. Der Chart fokussiert sich einzig allein auf Preisdifferenzen, während er die Zeitdauer einer Bewegung ignoriert. So wird bspw. ein Block im Chart nicht wie beim Kerzenchart nach bspw. 1 Stunde geplottet, sondern wenn der Kurs eine Mindestbewegung von X Euro gemacht hat. Im DAX Chart könnte ich bspw. 200 Punkte als Block-Größe einstellen, dann sieht er so aus:

Beachte: Ein Farbwechsel der Blöcke wird im Renkochart als Umkehrsignal gewertet (ähnlich wie beim Heikin Ashi Chart).
3. Trendarten
Trends sind Marktphasen, wo der Kurschart über einen längeren Zeitraum eine Richtung beibehält. Trends werden durch ihre Struktur (Hochs & Tiefs) definiert. In der technischen Analyse gilt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Fortsetzung des Trends höher ist als die Wahrscheinlichkeit einer Umkehr.
Aufwärtstrend
Ein Aufwärtstrend wird durch eine Folge von höheren Hochs (HH) und höheren Tiefs (HT) definiert. In großen Zeiteinheiten geht diese Marktphase oftmals mit Allzeithochs einher und wird mit dem Begriff „Bullenmarkt“ verbunden. Die Hochs und Tiefs laufen dabei wie eine Treppe immer weiter hoch. Es gibt hier also eine langfristige Wertsteigerung des Assets.

Beachte: Im Trading achte ich darauf, dass ich niemals am Allzeithoch eine Aktie kaufe, sondern geduldig einen Rücksetzer (höheres Tief) abwarte. Hier habe ich einen günstigeren Einstieg, um dem Trend zu folgen.
Abwärtstrend
Abwärtstrend sind das Gegenstück zum Aufwärtstrend und werden durch tiefere Hochs (TH) und tiefere Tiefs (TT) definiert. Entfernt sich ein Kurs mehr als 20% von seinen Allzeithochs, dann wird der Begriff „Bärenmarkt“ geprägt. Dies ist eine lange Marktphase wo Verkäufer dominieren und sich Kurse in längeren Abwärtstrends befinden.

Beachte: In der Praxis habe ich die Erfahrung gemacht, dass Kurse schneller fallen , als sie steigen. Dies kommt daher, dass bei fallenden Kursen schnell Panik aufkommt und sogenannte „Panik-Verkaufe“ gemacht werden, wodurch sich der Abwärtstrend beschleunigt.
Seitwärtstrend
Ein Seitwärtstrend ist eine neutrale Marktphase wo der Kurs gleichwertige Hochs und Tiefs macht. Hier sind über einen längeren Zeitraum die Käufer und Verkäufer ähnlich stark. Meist wird ein Seitwärtstrend auch als „Range“ bezeichnet.

Beachte: Wenn ich eine Range sehe, dann versuche ich den Chart zu meiden. Oftmals kommt es hier zu Fehlsignalen, wo ich nur Geld verlieren würde. Da such ich mir lieber andere Assets, welche schöne Auf-/Abwärtstrends haben zum Trading.
4. Unterstützung/Widerstand
Horizontale Zonen sind ein einfaches, aber sehr effektives, Charttool um mögliche Umkehrpunkte zu finden. Um markante Zonen zu finden achte ich auf Tiefs & Hochs, runde Marken wie bspw.100€ sowie auf Fibonacci Level.
Unterstützung
Eine Unterstützung ist ein markanter Preisbereich, welcher unterhalb des aktuellen Kurses liegt und mögliche Kursverluste verhindert. Es ist also eine Zone wo viele Käufer in den Markt kommen könnten und wieder für steigende Kurse sorgen. Die einfachste Unterstützung lässt sich da finden, wo bereits schon viele Verlaufstiefs liegen. Hier gab es in der Vergangenheit schon oftmals aggressive Käufer – wieso nicht nochmal?

Beachte: Ist der Kurs in einem Aufwärtstrend, so bietet eine Unterstützungszone eine gute Möglichkeit um dem Aufwärtstrend zu folgen (sprich hier kann der zwischenzeitlich Rücksetzer enden wodurch das höhere Tief gebildet wird).
Widerstand
Ein Widerstand ist definiert als markante Zone über dem aktuellen Preis, welche den Kurs an weiteren Gewinnen hindert. Der Widerstand ist damit das Gegenstück zur Unterstützung. In der markanten Zone wird es wahrscheinlich viele Verkäufer geben, welche für fallende Kurse sorgen werden.

Beachte: Einen Widerstand kann ich im Trading entweder zum Beenden einer Long Position im Gewinn oder zum Eröffnen einer Short Position nutzen.
5. Chartformationen
Chartformationen sind bildliche Darstellung in einem Kurschart, welche einen Hinweis auf mögliche Preisbewegungen geben. Typischerweise ähneln die Formationen Dingen aus der realen Welt. Es gibt Trendfolge- und Trendumkehrformationen, welche exakte Preislevel für Stop-Loss & Take-Profit im Trading definieren können.
Schulter Kopf Schulter (SKS)
Die Schulter Kopf Schulter (SKS Formation) betseht aus 3 Hochs, wobei das mittlere Hoch höher als das linke und rechte Hoch liegt. Die Formation ist die stärkste Umkehrformation, welche einen Aufwärts- in einen Abwärtstrend umkehrt. Die Formation ist sehr an das menschliche Aussehen angelehnt, weswegen man auch eine Nackenlinie definieren kann. Ein Ausbruch unter diese Linie gilt als Signal.

Beachte: Es gibt auch eine inverse SKS Formation, welche einen Abwärtstrend in einen Aufwärtstrend umkehrt. Sie ist also das passende Gegenstück.
M Pattern
Das M Pattern (auch als Doppeltop bekannt) besteht aus 2 Hochs, welche auf einem ähnlichen Level liegen. Du kannst Dir hier ganz gut einen Widerstand vorstellen. Bricht der Kurs unter das Zwischentief, so gitl dies als Umkehrsignal.

Beachte: Das Gegenstück zum M Pattern ist das W Pattern. Dies folgt nach einem Abwärtstrend und besteht aus 2 Tiefs. Hier besteht die Chance auf eine Umkehr in einen Aufwärtstrend.
Flaggen Formation
Eine Flagge besteht aus einer Fahnenstange sowie einer Fahne. Die Fahnenstange ist eine impulsive Bewegung, sprich es gibt einen starken Trendschub, wohingegen die Fahne eine Konsolidierung darstellt. Die Flagge ist die stärkste Formation für Trendfortsetzungen, da sie die Struktur eines Trends (höheres Hoch und höheres Tief) beinhaltet.

Beachte: Im Schema oben hab ich Dir die „Bullenflagge“ dargestellt. Ebenso gibt es eine „Bärenflagge“, welche oftmals in Abwärtstrend auftritt und diesen fortsetzt.
Dreieck Formation
Ein Dreieck besteht aus 2 konvergierenden Trendlinien und ist eine besondere Form der Konsolidierung. Die Dreieck-Formation gilt als Fortsetzungsmuster, wobei es egal ist, ob die Formation in einem Auf- oder Abwärtstrend vorkommt.

Beachte: In der Praxis wird zwischen symmetrischen (siehe oben), aufsteigenden und absteigenden Dreieck unterschieden. Die Interpretation ist stets gleich! Der Unterschied liegt darin, dass bspw. eine Trendlinie horizontal verläuft.
Trendkanal
Ein Trendkanal besteht aus 2 parallelen Trendlinien. Je nach Steigungswinkel sprechen wir von einem steigenden oder fallenden Trendkanal. Ein Trendkanal gilt (wie der Name schon sagt) als Formation für Trendfolge. Eine Trendlinie wird durch die Verbindung von Verlaufshochs definiert, während die andere Trendlinie durch die Verbindung von Verlaufstiefs gekennzeichnet wird.

Beachte: Sieht man einen aufsteigenden Trendkanal, so kann man versuchen an der unteren Linie zu kaufen und an der oberen die Long Position wieder zu verkaufen.
6. Kerzenmuster
Kerzenmuster (Candlestick Pattern) bestehen meist aus 1-5 Kerzen und deuten auf kurzfristige Kursbewegungen hin. Im Trading auf Basis der technischen Analyse helfen sie Dir Deine Einstiege und Aussteige besser zu timen. Ich kombiniere Kerzenmuster gerne mit horizontalen Zonen, da sie dort deutlich besser wirken!
Hammerkerze
Die Hammerformation besteht aus einer einzelnen Hammerkerze. Diese Kerzenart ist durch ihren kleinen Körper und großen Schatten charakterisiert. Die lange Lunte entsteht dadurch, dass der Kurs erst abverkauft, aber innerhalb der Zeiteinheit wieder aggressiv hochgekauft wird. Die Lunte deutet damit eine möglich Umkehr von abwärts in aufwärts an.

Beachte: Ein auf dem Kopf stehender Hammer, welcher nach einer Aufwärtsbewegung kommt, wird als Shooting Star bezeichnet. Der Shooting Star kehrt den Aufwärtsschwung in eine Abwärtsbewegung um.
Doji
Der Doji ist durch den extrem kleinen (oder bestenfalls gar keinen) Kerzenkörper definiert. Der Eröffnungs- und Schlusskurs liegen somit auf ähnlichem Level. Einen Doji interpretiere ich als Unentschlossenheit im Markt, da sich weder Käufer noch Verkäufer als dominant durchsetzen konnten. Die langen Schatten deuten allerdings an, dass Käufer und Verkäufer aktiv sind. Meist warte ich ab bis das Hoch/Tief der Dojikerze gebrochen wird, um einen Trendwechsel zu bestätigen.

Beachte: Der Doji kann sowohl als Umkehrkerze nach einem Abwärtstrend, als auch nach einem Aufwärtstrend dienen. Im Beispiel oben hab ich mich für den Doji als bullische Umkehrkerze entschieden.
Engulfing Formation
Das Engulfing ist durch zwei verschieden-farbige Kerzenkörper definiert, wobei der zweite Kerzenkörper den Ersten komplett umschließt. Das Engulfing ist eine Umkehrformation, da hier ein starker Wechsel in der Dominanz der Käufer/Verkäufer stattfindet. Schließlich entsteht der rote Kerzenkörper durch starke Käufer und würde zunächst eine bärische Fortsetzung andeuten. Stattdessen kommen noch stärkere Käufer in den Markt und kehren die Bewegung um.

Beachte: Das Gegenstück zum bullisch Engulfing ist das bärisch Engulfing. Hier folgt auf einem Aufwärtstrend eine grüne Körperkerze, welche durch eine noch größere rote Körperlerze umschlossen wird.
Morning Star Muster
Das Morning Star Muster besteht aus 3 Kerzen und ähnelt in seiner Art und Weise dem Engulfing Pattern. Hier werden allerdings die 2 Körperkerzen durch eine weitere kleine Kerze (meist ein Doji) voneinander getrennt. Die mittlere Kerze ist eine kurze Wartehaltung im Markt, bevor die Käufer deutliche Stärke zeigen und die vorherige Abwärtsbewegung umkehren.

Beachte: Das Gegenstück zum Morning Star ist der Evening Star. Dieser folgt nach einem Aufwärtstrend und kehrt diesen in einen Abwärtstrend um.
7. Indikatoren
Trading Indikatoren sind mathematische Formeln, welche die Schlusskurse der Kerzen auswerten und uns Hinweise über steigende/fallende Kurse bieten. Für Anfänger bieten Indikatoren eine gute Stütze. Bitte nutze aber nur maximal 2 Indikatoren. Gerne kannst Du Indikatoren mit den Kerzenmustern kombinieren.
Gleitdurchschnitt (SMA)
Ein Gleitdurchschnitt ist ein Trendindikator. Er wird genau so berechnet wie Du einen typischen Durchschnitt aus der Mathematik kennst: Um den 200 Tage Durchschnitt zu berechnen addierst Du die Schlusskurse der letzten 200 Tage auf und teilst die große Summe anschließend durch 200. Oftmals wird der 200er Durchschnitt auch als SMA200 oder als 200-Tage-Linie bezeichnet. Gleitdurchschnitte dienen hervorragend als Filter für die Trendrichtung. Siehe hier:

Beachte: Da sich der einfach Gleitdurchschnitt sehr langsam verändert, gibt es noch Variationen wie dem EMA (exponentieller Gleitdurchschnitt), welcher die neusten Kurse etwas mehr als alte Kurse gewichtet.
Relative Stärke Index (RSI)
Der RSI Indikator soll dabei helfen Extrema zu finden, sprich er soll uns Umkehrpunkte anzeigen wo der Kurs überkauft/überverkauft ist. Dabei fließen die Kurse der letzten 14 Kerzen in die Berechnung ein (=Periode 14). Der RSI wird unterhalb des Charts auf einer Skala von 0 bis 100 geplottet. Ist der RSI-Wert unter 30, so ist er kurzfristig zu weit abverkauft wurden und kann wieder zum Rebound ansetzen. Ein Wert von über 70 gilt als kurzfristig zu teuer.

Beachte: Der RSI Indikator ist in Seitwärtsphasen sehr gut, um die Umkehrpunkte der Range zu identifizieren. In langfristigen Trends ist er nicht gut.
Moving Average Convergence Divergence (Macd)
Der MACD wird aus einer Vielzahl von EMAs (exponentiellen Gleitdurchschnitten) berechnet und dient somit als Hilfe bei intakten Trends. Der Indikator besteht aus einer blaune „Macd-Linie“ sowie einer orangenen „Signal-Linie“. Wird die Signal-Linie von unten nach oben durchkreuzt, so gitl dies als Kaufsignal. Wird die Signal-Linie von oben nach unten durchkreuzt, so gilt die als Verkaufsignal:

Beachte: In Aufwärtstrends kannst Du die Kaufsignale des Macd gut nutzen um Long Positionen zu eröffnen. Ein Verkaufsignal kannst Du zum Schließen der Position nutzen; nicht zum öffnen einer Short Position! Folge nur der Trendrichtung!
Bollinger Bänder
Die Bollinger Bänder basieren auf dem SMA20 (blau), welcher durch die zweifache Standardabweichung ergänzt ist. Die Linien repräsentieren die durchschnittliche Schwankung im Preischart, wobei ein Erreichen der äußeren Linie für eine mögliche Umkehr spricht.

Beachte: Ich würde niemals „blind“ am Rand der Bollinger Bänder auf eine Umkehr traden. Viel mehr würde ich hier nach Umkehrkerzen wie einem Hammer oder Engulfing als Signal abwarten. Schließlich könnte der Kurs auch aus den Bändern ausbrechen.
8. Softwares
Damit Du ein Profi in der technischen Analyse wirst, benötigst Du viel Übung. Die richtige Software ist essentiell, damit Du eine hohe Qualität Deiner Analysen garantieren kannst. Dazu braucht es eine Vielzahl an Tools sowie gute Kursdaten.
Tradingview
Tradingview ist die bekannteste Chartsoftware der Welt. Das Tradingview „Supercharts“ Tool ist kostenlos verfügbar – Du brauchst lediglich einen Tradingview Account. Hier hast Du eine große Auswahl an Chartarten, Tools und Indikatoren. Du kannst auch eigene Indikatoren programmieren und im Chart einspielen. Ebenso wertvoll finde ich den Replay-Modus wo Du den Chart zurück spulen kannst Du Kerze für Kerze aufdecken kannst. Versuch hier mal Kursbewegungen zu prognostizieren.

Beachte: Es gibt auch eine kostenpflichtige Version von Tradingview. Wenn Du diese kaufen willst, dann warte auf Black Friday oder ähnliche Events. Hier gibt es oftmals 80% Rabatt! 🙂
xStation5 von XTB
Die xStation5 ist die hasuseigene Trading Plattform von XTB. Hier habe ich alle grundsätzlichen Tools, welche ich für eine einfache aber effektive Analyse benötige. Während Tradingview über fast schon zu viele Funktionen verfügt und dadurch für Anfänger überladen wirkt, hat XTB nur die wichtigsten Tools eingefügt. Die Software ist kostenlos, wenn Du Dir bspw. ein Demokonto eröffnest.

Technische Analyse Vor- und Nachteile
Vorteile:
Universell anwendbar in allen Assets
Klare Einstiegs- und Ausstiegspunkte
Mehrere Tools kombinierbar für gute Analyse
Funktioniert kurz- und langfristig
Grundlage für viele Trading Strategien
Nachteile:
Benötigt viel Übung bevor man gut wird
Gibt trotzdem Fehlsignale
Subjektivität
FAQ – Technische Analyse

Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
