Die Fill or Kill (FOK) Order ist eine spezielle Anweisung an Deinen Broker, bei der er die komplette Position sofort eröffnen soll. Falls er dies nicht kann auf Grund zu geringer Liquidität, dann soll die Order sofort gelöscht werden.

Für uns Privatanleger ist die FOK Order weniger interessant, da wir „kleine“ Depots haben. Mehr dazu im Ratgeber:

Fill or Kill (FOK) Order Überblick:

#1 Was ist die FOK Order? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 FOK Order vs. Market Order – Keine Teilausführungen erlaubt.

#3 FOK Order Anwendung – Beispiel für große Anleger.

#4 Vor- und Nachteile – Umgeht schlechtere Ausführungen.

#5 FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Fill or Kill Order.

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Was ist die FOK Order?

Die Fill or Kill (FOK) Order kannst Du Dir als Order mit zeitlichem Zusatz vorstellen. Du stellst einen Auftrag an Deinen Broker eine Position zu eröffnen mit der Bedingung: „Mach das nur, wenn es SOFORT geht, ansonsten lösch die Order direkt wieder“. Durch den „Kill“ Zusatz kannst Du Teilausführungen zu schlechteren Kursen vermeiden. Bei der Market Order oder anderen Limits ist es nämlich möglich, dass Du auch mal nur die halbe Anzahl Deiner gewünschten Aktien bekommst.

Beachte: Wir Privatanleger haben so kleine Handelspositionen, dass wir mit der FOK Order kaum in Berührung kommen. Wir können auch normal die Market Order oder Limit Orders verwenden.

FOK Order vs. Market Order

Auf den ersten Blick klingen die Orders ähnlich, da man sowohl bei der FOK als auch bei der Market Order schnell in den Markt mit seiner Position kommen will. Tatsächlich ist die FOK Order aber eine Limit Order und keine Market Order! Mit der Fill or Kill Order willst Du zu einem vorher definierten Preis ein Aktienpaket kaufen – dieses „vorher definieren“ ist eine Eigenschaft der Limit Orders. Die FOK unterscheidet sich zu normalen Limits durch die Löschen-Bedingung.

Während bei Market Orders auch Teilausführungen möglich sind, ist dies bei der FOK ausgeschlossen. Falls die Order nicht zu einem bestimmten Preis komplett ausgeführt werden kann, dann wird sie wieder vom Markt genommen. Bei Market Orders bleibt nach einer Teilausführung die Restposition als offene Order im Markt.

FOK Order Anwendung

Stell Dir vor Du bist eine Bank und willst 10.000 Aktien der Deutschen Telekom kaufen. Durch die FOK Order fragst Du den Liquiditätsanbieter an, ob er 10.000 Aktien zur Verfügung für Dich hat. Falls er diese zum gewünschten Preis hat, dann willst Du die alle kaufen. Falls er diese nicht hat, dann willst Du die Anfrage nicht länger behalten. An einer Teilausführung von nur 2.000 Aktien hast Du kein Interesse.

Da wir Privatanleger quasi nie mal eben 10.000 Aktien kaufen, findet die FOK Order für uns wenig Anwendung. Das einzige Szenario was ich mir vorstellen könnte wäre, wenn Du einen mega unbekannten Penny Stock kaufen willst, wovon Du direkt dann 100.000 Stück brauchst. Da Penny Stocks in meinen Augen viel „Zockerei“ sind, rate ich Dir aber davon ab!

Fill or Kill Vor- und Nachteile

Vorteile:

Garantierte Sofortausführung oder kein Trade

Kein Risiko einer Teilausführung

Hohe Kontrolle über die Orderausführung

Gut für institutionelle oder große Orders

Musst nicht warten, ob Order irgendwann gefüllt wird

Nachteile:

Möglicherweise gar keine Ausführung

Funktioniert schlecht bei wenig Liquidität

Nicht bei allen Brokern verfügbar

Für uns Privatanleger eher irrelevant

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FAQ – Fill or Kill (FOK) Order

Warum ist die FOK Order für Privatanleger meist uninteressant?
+
Privatanleger handeln in der Regel kleine Positionsgrößen. Diese können fast immer problemlos ausgeführt werden. Daher sind Teilausführungen selten ein Problem und eine FOK Order bietet wenig Mehrwert.
Was unterscheidet eine FOK Order von einer Market Order?
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Die Market Order führt zum aktuellen Marktpreis aus – auch teilweise. Die FOK Order hingegen ist eine Limit Order, die nur vollständig und sofort ausgeführt werden darf. Teilausführungen sind ausgeschlossen.
Was passiert, wenn eine Fill or Kill Order nicht vollständig ausgeführt werden kann?
+
Dann wird die Order sofort gelöscht („Kill“). Es bleibt kein Restauftrag offen und es findet keinerlei Trade statt. Du erhältst entweder die gesamte gewünschte Menge – oder gar nichts.
Wann kann eine FOK Order sinnvoll sein?
+
Wenn du eine extrem große Position in einem Markt mit begrenzter Liquidität handeln willst. Zum Beispiel bei Nebenwerten oder großen Aktienpaketen. Für normale Trader ist das Szenario selten relevant.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.