Mit einer Market Order gibst Du Deinem Broker den Befehl JETZT eine Position auszuführen. Oftmals wird dies auch „Bestens“ bzw. „Billigst“ genannt. Der Trade wird dann innerhalb weniger Millisekunden ausgeführt, wobei selbst hohe Spreads gezahlt werden.

Im kurzfristigen Trading ist die Market Order meine meistgenutzte Orderart, da ich hier schnell in den Markt komme bzw. wieder rausgehe. Mehr dazu im Ratgeber:

Market Order Überblick:

#1 Was ist die Market Order? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 Market Order vs. Limit Order – Jetzt laufen oder später.

#3 Market Order Anwendung – Tipps für Deine Praxis.

#4 Vor- und Nachteile – Schnelle Ausführung, aber ggf. schlechte Kurse.

#5 FAQ – Häufig gestellte Fragen zur Market Order.

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Was ist die Market Order?

Eine Market Order ist eine Anweisung an den Broker zur sofortigen Ausführung einer Order zum Kauf / Verkauf von Wertpapieren. Falls Du etwas kaufen willst, dann wird dies auch „Billigst“ bzw. beim Verkaufen „Bestens“ genannt. In der Praxis ist es so, dass Du auf den Kaufen-Button klickst und bereits wenige Millisekunden später (je nach Broker 10-30 Millisekunden) die Order getätigt ist.

Bei einer Market Order verzichtest Du auf das Festlegen eines perfekten Preises, sondern hast lediglich das Hauptziel, dass Du schnell die Order ausgeführt bekommst. Dabei ist Dir der exakte Preis sowie möglicherweise der Spread egal.

Beachte: Die Millisekunden schnelle Ausführung klappt bei allen liquiden Werten wie Indizes, bekannte Aktien, Rohstoffen, etc. Falls Du hingegen bspw. von einer sehr unbekannten australischen Mine plötzlich 100.000 Aktien kaufen willst, dann funktioniert das nicht. Das wird Dich aber nicht betreffen.

Market Order vs. Limit Order

Während die Market Order Deinen Trade SOFORT ausführen soll, legst Du bei der Limit Order einen Preis fest zu dem ein Trade SPÄTER ausgeführt werden soll. Bspw. könntest Du jetzt eine Aktie zu 60€ per Market Order kaufen oder Du legst eine Buy Limit Order auf 55€ und lässt den Broker den Kauf automatisch später tätigen. Der große Vorteil der Limit Order ist, dass Du nicht die ganze Zeit am Rechner warten musst bis die Order ausgeführt wird.

Zur Gruppe der Limit Orders gehören neben den bekannten „Buy Limit“ und „Sell Limit“ natürlich auch die „Buy Stop“ und „Sell Stop“ Orders dazu. Das Prinzip, dass Du hier eine Order auf einen vordefinierten Preis setzt ist identisch.

Market Order vs Limit Order Praxis Beispiel

Beachte: Eine Stop-Loss bzw. Take-Profit Order ist im übrigens nichts anderes als eine Limit Order. Schließlich legst Du hiermit einen Presi fest, wo der Broker automatisch eine Position kaufen/verkaufen soll.

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Market Order Anwendung

#1 Market Order im Trading

Ich habe eine Trading-Straetgie, welche im Minutenchart von Indizes umgesetzt wird. Hier nutz ich den EMA20 & EMA50 Indikator, um einen Trend zu folgen. Dabei gehe ich nicht blind in eine Position rein, sondern warte auf ein bestimmtes Kerzenmuster ab. Hier bin ich entsprechend „gezwungen“ am Rechner zu sitzen, die Kerzen abzuwarten und anschließend per Market Order eine Position zu eröffnen. Im Detail warte ich hier auf eine Hammerkerze, welche mein finales Signal gibt.

Market Order bei meiner EMA20 & EMA50 Strategie

#2 Market Order im Investieren

Wenn Du in eine Aktie investierst, welche Du über 10 Jahre halten willst, dann kommt es nicht auf den perfekten Cent-Einstieg an. Steht eine Aktie an einem interessanten Preislevel wo Du investieren möchtest, dann kannst Du dies per Market Order umsetzen. Ob ich die Allianz Aktie bei 347, 51€ oder bei 347,28€kaufe spielt keine Rolle, wenn ich sie bis 600€halten will.

Market Order im Allianz Monatschart

Market Order Vor- und Nachteile

Vorteile:

Sofortige Ausführung

Einfach und unkompliziert

Gut bei hoher Liquidität

Wird von jedem Broker angeboten

Im Trading und Investieren sinnvoll

Nachteile:

Kein garantierter Preis, sondern Marktpreis

Risiko durch höhere Spreads

Nicht optimal präzise Einstiege

Bei sehr großen Positonen problematisch

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FAQ – Market Order im Trading

Was ist der größte Vorteil einer Market Order?
+
Der größte Vorteil ist die sofortige Ausführung. Eine Market Order wird in der Regel innerhalb weniger Millisekunden ausgeführt und eignet sich daher ideal für Daytrading und schnelle Reaktionen auf Kursbewegungen.
Warum ist eine Market Order manchmal teurer als erwartet?
+
Weil Du bei einer Market Order keinen festen Preis vorgibst. Du kaufst bzw. verkaufst zum aktuellen Marktpreis – inklusive Spread. Bei hoher Volatilität kann der tatsächliche Ausführungspreis deutlich vom letzten Kurs abweichen (Slippage).
Wann sollte ich eine Market Order NICHT verwenden?
+
Wenn Du unbedingt einen bestimmten Preis willst. Bei illiquiden Aktien, exotischen Märkten oder großen Positionsgrößen kann es zu schlechten Ausführungen kommen. Hier ist eine Limit Order sicherer.
Ist eine Market Order für langfristiges Investieren geeignet?
+
Ja, solange es sich um liquide Aktien oder ETFs handelt. Bei langfristigen Investments kommt es selten auf ein paar Cent an, daher ist die Market Order völlig ausreichend – und oft praktischer als eine Limit Order.
Warum nutzen viele Trader trotzdem hauptsächlich Market Orders?
+
Weil viele Strategien auf Echtzeit-Price-Action basieren, z. B. Hammerkerzen, Breakouts oder Trendretracements. Solche Setups erfordern schnelle Reaktionen, und das geht nur mit Market Orders – besonders im Minutenchart.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.