Bei einem Margin Call fordert Dich Dein Broker auf Geld einzuzahlen, wenn eine Trading-Position zu weit ins Minus gerutscht ist. Kommst Du der Aufforderung nicht nach, so beendet er automatisch Deine Handelsposition.

Solange Du gutes Risikomanagement betreibst, wirst Du Dich nie mit dem Margin Call in der Praxis beschäftigen müssen. Mehr dazu im Ratgeber:

Margin Call Themen:

#1 Was ist ein Margin Call? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 Margin Call Ablauf – Meist schon eher eine Warnung.

#3 Beispiel eines Margin Calls – 10.000 € Konto Trade.

#4 Margin Call Broker – Europäische Broker bieten Schutz.

#5 Vor- und Nachteile – Grenzt Verluste ein.

#6 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Margin Call.

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Was ist ein Margin Call?

Der Margin Call kann als „Aufruf zur Sicherheitsleistung“ übersetzt werden. Dies ist ein Begriff aus dem Trading mit Hebelprodukten wie bspw. CFDs, wo Du nur einen kleinen Geldbetrag als Sicherheit hinterlegen musst, um große Geldsummen zu bewegen. Bspw. kannst Du einen Trade im DAX für 1..200 € eröffnen, obwohl Du eigentlich 24.000€ zahlen müsstest. Die 1.200€ sind im Beispiel Deine eingesetzte Margin. Das restliche Kapital stellt der Broker in Form eines Kredits.

Da Du beim Margin Trading mehr als Deinen Einsatz verlieren kannst, gibt es bei europäischen Brokern Regulierungen zum Schutz der Privatanleger. So könnte es sein, dass Du die kompletten 1.200 € verlierst und sogar in Richtung 1.500€ (oder je nach Depotgröße auch mehr) Verlust kommst. Ab einem bestimmten Verlustlevel in Deinem Konto fordert Dich der Broker auf Geld nachzuschießen, da Du ansonsten das Geld seines Kredits verspielst. Dies wird Margin Call genannt.

Beachte: Der Margin Call kommt meist, wenn Du die Hälfte Deines Depots im Minus bist.

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Margin Call Ablauf

Wenn Du eine Position eröffnest, dann setzt Du eine „Initial Margin“ (Sicherheitsleistung) ein. Der Trade kann solange geöffnet bleiben wie die „Maintenance Margin“ (Haltemargin) nicht unterschritten wird – ansonsten kommt es zum Margin Call. Die Höhe der Maintenance Margin hängt von Deiner Depotgröße und Deinem Broker ab. Typischerweise wird bei CFD-Brokern eine Grenze von 50% des Depotwertes gesetzt (siehe folgende Grafik).

Bevor es zum richtigen Margin Call kommt, bekommst Du schon eher eine Benachrichtigung über den Zustand Deines Depots. Oftmals wirst Du per Mail oder Handy-Nachricht bei 70 oder 80% des Depotwertes schon aufmerksam gemacht. Du bekommst übrigens nicht wirklich einen Anruf wie es der Begriff „Margin Call“ vermutlich andeutet.

Beachte: Trading ist riskant, weswegen ich Dir empfehle immer einen Stop-Loss zu setzen! So kommt erst gar nicht zum Margin Call!

Beispiel eines Margin Calls

Hast Du ein 10.000€ Konto und handelst bei einem CFD-Broker dessen Haltemargin bei 50% liegt, so kannst Du Positionen solange geöffnet lassen wie Dein Depot noch über 5.000€ liegt. Eröffnest Du bspw. einen DAX Trade mit 1.200€, dann könntest Du den Trade theoretisch bis zu 5.000€ Buchverlust laufen lassen. Erst dann würde der Broker die Position automatisch wieder schließen.

Beachte: Wenn ich trade und ich würde schon mehr als meinen Einsatz verlieren, dann sollte ich mein Risikomanagement deutlich hinterfragen! Spätestens bei der Grenze von 1.200€ Verlust würde ich manuell die Position schließen. Hoffen, dass der Kurs wieder drhet ist niemals clever.

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Margin Call Broker

Europäische Broker unterliegen ESMA Regulierungen (European Securities and Market Authority), welche eine Stop-Out Vorgabe bei mehr als 50% Verlust vorgibt. Das bedeutet, dass der Broker Deine Position schließen muss, wenn Du mehr als 50% Depotwert verlierst. Diese Regel dient zum Privatanlegerschutz, da es keine Nachschusspflicht gibt. Vor den Regulierungen konnte man auch mehr als sein ganzes Depot verlieren im Hebel Trading.

Beispielsweise unterliegen die Broker XTB und GBE Brokers der ESMA Regulierung. Hingegen sind ausländische Broker wie Blackbull (Sitz in Neuseeland) nicht unter der ESMA Regulierung. Hier musst Du als Privatanleger noch intensiver auf Deine Positionen achten.

Beachte: Neben der Stop Regel, sorgt die ESMA auch für eine Begrenzung der Hebelhöhe im Trading. Auch dies ist im Sinne der Privatanlegerschutzes sehr gut!

Margin Call Vor- und Nachteile

Vorteile:

Schutz vor Totalverlust

Warnsignal, dass deine Strategie angepasst werden muss

Verhindert unkontrollierte weitere Verluste

Erhöht die Disziplin langfristig

Automatisches Risikomanagement

Nachteile:

Plötzliche Schließung von Positionen

Hohe Abhängigkeit von Broker-Bedingungen

Kann zu Stress und Panik führen

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FAQ – Margin Call

Wann genau tritt ein Margin Call ein?
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Ein Margin Call tritt ein, wenn dein Kontostand unter die geforderte Haltemargin fällt – häufig bei etwa 50% des Depotwerts. Dann fordert der Broker dich auf, Kapital nachzuschießen oder Positionen zu schließen, um weitere Verluste zu verhindern.
Wie kann ich verhindern, dass es zu einem Margin Call kommt?
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Durch konsequentes Risikomanagement: immer einen Stop-Loss setzen, niemals zu große Positionen eröffnen, Hebel niedrig halten und nicht mehr als 1% des Kontos pro Trade riskieren. So wirst du praktisch niemals einen Margin Call erleben.
Passiert ein Margin Call auch bei normalen Aktien ohne Hebel?
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Nein. Ein Margin Call entsteht nur beim Margin- oder Hebeltrading – z. B. CFDs, Futures oder Forex mit Hebel. Beim Kauf echter Aktien ohne Hebel gibt es keine Marginanforderung und somit auch keinen Margin Call.
Was passiert, wenn ich beim Margin Call nicht nachzahle?
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Dann wird der Broker automatisch deine Positionen schließen, um weitere Verluste zu verhindern. Bei ESMA-regulierten Brokern bist du danach vor negativen Kontoständen geschützt – das Risiko ist also begrenzt.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.