Trading Strategien bestehen aus klaren Regeln und helfen Dir qualitativ hochwertige Trades umzusetzen. Ich empfehle Anfängern die Verwendung von Trend Strategien. Diese sind relativ simpel, aber sehr effektiv in der Umsetzung.
Wichtig bei einer Strategie ist, dass sie individuell auf Dich angepasst ist. Dein Handel muss schließlich zu Deiner Psyche passen. Mehr dazu im Beitrag:

Top 5 Trading Strategien:
#1 Trend Strategie – Ich nutz den EMA20 und EMA50.
#2 Saisonale Strategie – Der Monatsultimo für Anfänger.
#3 Indikator Strategie (1) – Kombi aus SMA100 und MACD.
#4 Indikator Strategie (2) – Kombi aus EMA100 und Parabolic SAR.
#5 Range Strategie – Unterstützung und Widerstand Signale.
#1 Trend Strategie
Trend Trading ist ein Ansatz bei dem Du Dich in die Richtung des Marktes platzierst. Die Idee kommt aus der technischen Analyse, welche besagt, dass die Wahrscheinlichkeit einer Trendfortsetzung höher als die Chance einer Trendumkehr ist. Seit mehreren Jahren nutze ich für das Trend Trading den EMA20 und EMA50 Indikator. Dabei warte ich bis die EMAs in eine Richtung geöffnet sind, um die Trendrichtung zu bestimmen.
Einen anschließenden Rücksetzer in den Bereich der EMAs möchte ich als Chance für die Trendfolge nutzen. Die EMAs dienen in der Hinsicht als dynamische Unterstützung (Aufwärtstrend) bzw. Widerstand (Abwärtstrend). Einen Stop-Loss platziere ich sinnvollerweise unter dem EMA50, da dort die Idee nicht mehr aktiv ist. DIe Strategie verwende ich im DAX und Nasdaq Minutenchart. Ebenso gut kannst Du sie als ATX Strategie anwenden.

Beachte: Ich gehe nicht blind in die Position beim Rücksetzer, sondern schaue genau auf die Prcie Action. Will ich einem Long Trend folgen, dann warte ich bspw. auf eine Hammerkerze als Signal.
#2 Saisonale Strategie
Saisonale Strategien basieren auf Geldflüssen, welche zu bestimmten Zeiten im Jahr stattfinden. Der Monatsultimo (Monatswechsel) basiert auf der Idee, dass um den Monatswechsel herum Geld in Fonds gespült wird, was investiert werden muss. Dies sorgt für steigende Kurse, weswegen eine Long Positionierung von 5 Tagen vor bis 5 Tage nach dem Monatswechsel vorteilhafter ist. Die Strategie funktioniert bspw. im S&P, Nasdaq oder DAX.

Beachte: Die Strategie basiert rein auf zeitlichen Effekten und verwendet keinen preislichen Stop-Loss / Take-Profit. Diese Strategie darf entsprechend nur mit mikro Positionsgrößen umgesetzt werden.
#3 Indikator Strategie (1)
Wie bereits erwähnt bin ich ein Freund von Trend Strategien! Aus einer sinnvollen Kombination von Indikatoren lassen sich ebenfalls gute Strategien basteln. Bspw. kann ein Gleitdurchschnitt mit dem MACD gekoppelt werden. Der Gleitdurchschnitt (SMA100) dient dabei als Trendfilter, während der Macd die Einstiege / Ausstiege angeben soll. Befindet sich der Kurs über dem SMA100, so befindet er sich im Aufwärtstrend; unter dem SMA100 ist er im Abwärtstrend.
Zeigt der Trend aufwärts an, so möchte ich eine positive Kreuzung im Macd zum eröffnen eine Long Position nutzen. Eine negative Kreuzung des Macd dient anschließend als Trade Exit. Wichtig zu beachten ist, das ich hier keinen Short eröffne! – ich beende nur den Long! Ich handel nur in Trendrichtung.

Beachte: Da der Macd nie perfekt ein Tief anzeigt, sondern leicht zeitverzögert ist, hast Du auch immer sofort ein top Level wo Du Deinen Stop-Loss platzieren kannst; nämlich unter jenem neu gebildeten Tief.
#4 Indikator Strategie (2)
Die Idee der Kombination von Indikatoren wo einer für den Trendfilter und einer für die Signale zuständig ist, lässt sich auch mit anderen Kombinationen realisieren. Ein EMA100 als Trendfilter sowie dem Parabolic Stop and Reverse (Parabolic SAR) ist ebenfalls eine gute Möglichkeit als Strategie Grundlage. Beide Indikatoren gewichten neue Kurse deutlich mehr in ihrer Berechnung als ältere Daten, weswegen sie für kurzfristige Trade interessant sind.

Beachte: Trading ist riskant! Trainiere die Strategien zunächst in einem Demokonto und vergiss niemals einen Stop-Loss! Dein Zukunft-Ich wird es Dir danken 🙂
#5 Range Strategie
Eine Range Strategie ist sinnvoll, wenn sich der Kurs in einer Seitwärtsphase befindet, welche durch eine Unterstützung & einen Widerstand begrenzt wird. Die DIee dahinter ist, dass die Hochs / Tiefs soviel Abweisung im Kurs bringen, dass der Kurs in der Range weiter verläuft. Eine Long Position an der Unterstützung könnte sich hierbei anbieten, wobei sich der Widerstand als Exit oder zum Eröffnen einer Short Position anbietet.
Da Ranges oftmals sogenannte „Fehlausbrüche“ haben, handel ich diese Strategie selber nicht. Mir ist es in der Praxis zu oft passiert, dass ich ungünstig ausgestoppt wurde, bevor der Kurs doch wieder an die Gegenseite der Range gelaufen ist. Durch genaues beobachten der Price Action bieten sich aber hin und wieder gute Chance wie hier, wo eine lange Hammerkerze bereits den Fehlausbruch abgearbeitet hat:

Beachte: Man kann auch Ausbrüche aus einer Range handeln. Oftmals werden Ranges in die Richtung des vorherigen übergeordneten Trends verlassen. Ein Ausbruch + Antesten der Range setze ich in der Praxis gerne um.
Eigene Strategie erstellen
Um eine eigene Trading Strategie zu finden, benötigst Du zunächst viel Grundwissen über die Bewegung von Märkte sowie die Funktionsweise der technischen Analyse, da dies die bevorzugte Methode im kurzfristigen Handel ist. Anschließend musst Du Dir klare Regeln aufstellen wie die Strategie aussehen soll. Definiere hier exakt wie Dein Einstieg, Ausstieg, Riskmanagement, Markt, Handelszeit, Finanzprodukt, etc. sein soll.
Anschließend musst Du die Strategie einem Backtest unterziehen. Hier schaust Du wie die Trading Strategie in der Vergangenheit performed hätte und kannst eine gewisse Erwartung an Performance, Drawdowns, etc. herausfinden. Teste hier mindestens 300 Trades! Eröffne Dir anschließend ein Demokonto in welchem Du die Strategie in Echtzeit traden möchtest. Falls Du auch hier profitabel bist, dann darfst Du in ein Echtgeld Konto mit geringem kapital wechseln.
Der Prozess zum erstellen einer eigenen Strategie dauert gut 9-12 Monate.
Welche Strategie passt zu mir?
Frage Dich was für ein Typ Mensch Du bist und wie Deine Psyche ist. Bist Du risikofreudig, dann kannst Du bspw. Reversal Trading machen und dazu riskantere Assets wie Kryptos nutzen. Bist Du hingegen (wie ich) eher risikoscheu, dann solltest Du Dich dem Trend Trading in weniger riskanten Assets widmen. Ich mache bspw. viel Trendfolge Trading mit der EMA20 & 50 Strategie im DAX Index.
Neben der Frage, ob Du mit oder gegen den Trend handeln willst, solltest Du Dich auch fragen wie viel Zeit Du für Trading hast. Falls Du wenig Zeit hast, dann eignet sich das Swing-Trading mit einer Haltedauer von wenigen Tagen bis Wochen mehr für Dich als das kurzfristige Daytrading.
Als Anfänger empfehle ich Dir eine Trend Trading Strategie unter Hilfe von 1-2 Indikatoren. Nutze ein Demokonto um das Trading zu lernen. Trainiere Dir hier an niemals mehr als 1% Deines Kontos zu riskieren. Sprich Du sollst Deine Positionsgröße klein halten und immer einen Stop-Loss setzen.
FAQ – Trading Strategien Österreich

Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
