Beim Daytrading lernen kommt es auf Geduld und Disziplin an! Du wirst kein professioneller Daytrader in 2 Wochen, sondern viel mehr in 2+ Jahren. Grundsätzlich kannst Du Dir den Lernprozess wie eine Ausbildung vorstellen, wo Du Dich Stück für Stück einarbeiten musst.

Damit Du sinnvoll an die Sache rangehst und Zeit sparst, gebe ich Dir eine klare Schrittfolge mit, wie Du das Daytrading lernen kannst:

Daytrading lernen in 5 Schritten

Daytrading lernen Schritte:

#1 Fachwissen aufbauen – Aktien, Indizes, Charttechnik, …

#2 Demokonto eröffnen – Risikofrei am echten Markt üben.

#3 Tagebuch führen – Lerne Dich selber besser kennen!

#4 Eigene Trading Strategie – Ich empfehle Trendfolge.

#5 Backtesting – Überprüfe wie profitabel Du bist.

#6 Tipps vom Profi – 1% Regel beachten, Zeiten, …

#7 Daytrading Vor- und Nachteile – Viel Potential, aber auch Risiko.

#8 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Daytrading lernen.

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1. Fachwissen aufbauen

Beim Daytrading lernen empfehle ich Dir Dich zunächst mit Allgemeinen Börsenthemen zu beschäftigen und erst später trading-spezifisches Wissen anzueignen. Im Detail solltest Du Dich zunächst mit Aktien, ETFs und Indizes beschäftigen. Hast Du diese Grundlage gelegt, dann kannst Du Dich auf die technische Analysemethode (Trends, Unterstützung/Widerstand, Indikatoren, Formationen) sowie wichtigen Begriffen (Long/Short, Spread, Market Order) fokussieren.

Beachte: Nimm Dir 4-8 Wochen Zeit, um über die genannten Themen zu lesen bzw. Videos zu schauen. Anschließend kannst Du zu Schritt 2 weiter gehen. Zum Profi in den Themen wirst Du dann beim Learning by doing.

2. Demokonto eröffnen

Getreu dem Motto „Trading ist 20% Theorie und 80% Praxis“ solltest DU shcnellst möglich in das Training kommen. Nutze dazu bitte kein echtes Geld, sondern ein Demokonto! Hier hast Du echte Marktbedingungen, wo Du mit Spielgeld erste Daytrades umsetzen kannst. Sei Dir bewusst, dass die meisten Trader Geld verleiren und vor allem als Anfänger die Wahrscheinlichkeit enorm hoch ist. Dein Kapital (echtes Geld) wirst Du später brauchen, wenn Du eine Strategie hast.

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Beachte: Im Demokonto solltest Du rund 3-6 Monate bleiben. Teste hier mal verschiedene Orderarten, Assets, Indikatoren, etc. Hier lernst Du Daytrading!

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3. Tagebuch führen

Ein Trading Tagebuch (oder Journal genannt) kann eine Excel, Google Sheet, Heft, etc. sein und dient Dir zum Tracking Deiner getätigten Trades. Hier wertest Du Deine Trades aus und kannst auf Dauer eine auf Dich zugeschnittene Strategie entwickeln. Gehe dazu am Wochenende alle Trades durch und suche gekonnt nach Verbesserungen, welche Du in der kommenden Woche umsetzen kannst. Das Trading Journal ist das Tool wo ich damals selber die größten Fortschritte erzielt habe!

Gedanken Anstöße zur Auswertung: Liegt Dir Trend Trading oder Reversal Trading besser? Handelst Du besser mit Indikator X oder Y? Zu welcher Uhrzeit hast Du die besten Trades? In welchem Asset hast Du den meisten Erfolg/Misserfolg? Welches Finanzprodukt passt zu Dir am besten? Welche Positionsgröße? Welches Gewinn-Verlust-Verhältnis passt zu Dir?

So ist mein Trading Journal aufgebaut

Beachte: Am Anfang sieht das nach zu viel Zeug für Auswertung aus – ja ist es auch! Durch die oben genannten Faktoren kannst Du aber rausfinden, welcher Trading Stil zu Deiner Psyche passt. Trading Journal führen ist eine Fleißarbeit, welche Dir extrem gut beim Daytrading lernen hilft.

4. Eigene Trading Strategie

Da wir Menschen uns individuell in unserer Psyche unterscheiden, musst Du eine Strategie finden, welche zu Dir passt (dazu hilft das Journal!). Blind eine Strategie kopieren geht in den wenigstens Fällen auf. Du kannst Dich aber von Trading-Ansätzen anderer inspirieren lassen und diese auf Dich anpassen. Ich mache bspw. sehr gerne Trendfolge Trading, wo ich den Trend analysiere und bei einer Zone in Trendrichtung handel. Siehe hier:

Die Strategie nutze ich im DAX Minutenchart

Beachte: Trend Trading ist für Anfänger am besten geeignet. Hier kann man erste gute Erfolgserlebnisse sammeln. Bitte denk imm daran einen Stop-Loss zu setzen – auch im Demokonto Trading!

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5. Backtesting

Hast Du mithilfe des Demokontos und Journals eine Strategie für Dich gefunden, so solltest Du prüfen, ob diese wirklich langfristig profitabel ist. Backtesting beschreibt den Prozess des Überprüfen der Performance einer Strategie in der Vergangenheit. Gehe also im Chart zurück und schaue wie die Strategie hier performed hätte. Ein Backtest ist erst aussagekräftig, wenn er mehr als 200 Trades ausgewertet hat. Ich habe damals viele Backtests per Hand in Tradingview gemacht.

Ist eine Strategie im Backtest profitabel, so solltest Du diese im Demokonto in Echtzeit umsetzen. Wenn auch dies profitabel ist, kannst Du das erste mal mit kleinem Kapital (500 Euro bspw.) in ein Echtgeld Konto starten. Falls dies nicht der Fall ist, musst Du die Strategie optimieren und erneut backtesten.

Backtesting in Tradingview; Daten sammeln & auswerten in Excel

Beachte: Die meisten Leute vergessen beim Backtesting Ordergebühren und Spread einzuberechnen und wundern sich, dass die Strategie im Echtzeit Trading keine Gewinne macht.

Tipps vom Profi

Behalte das Daytrading lernen für Dich. Am Anfang brauchst Du es keiner Familie etc erzählen. Die meisten wollen es Dir wieder ausreden.

Versuche maximal 5 Trades pro Tag umzusetzen. Diese müssen höchster Qualität entsprechend! Wer 20 Trades umsetzt, hat viele Gurken dabei.

Setze immer einen Stop-Loss! Nur wer Verluste klein hält, kann langfristig profitabel werden. Trainiere das.

Riskiere nie mehr als 1% Deines Depotwerts pro Trade! Je nach Stop-Loss Entfernung musst Du Deine Positionsgröße anpassen.

Drucke Deine Charts vom Trade Einstieg aus! Mach Dir die extra Arbeit und füge sie Deinem Trading Tagebuch an.

Nutze nie mehr als 2 Indikatoren! Für Anfänger sind Trading Indikatoren eine gute Hilfe, aber übertreib es nicht mit der Anzahl.

Handel nur zu bestimmten Zeiten! Finde die beste Handelszeit für Deine Startegie passend zu Deinem Alltag. Fernab davon bleibt der Rechner aus.

Daytrading Vor- und Nachteile

Vorteile:

Überrendite im Vergleich zu ETF möglich

Keine Übernacht Haltegebühr

Daytrading von überall möglich

Auf steigende & fallende Kurse setzen

Es existieren viele profitable Strategien

Nachteile:

Daytrading lernen dauert gut 2 Jahre

Psychologisch heraufordernd

Ordergebühren & Spreads fressen Gewinne auf

Fundamentalanalyse wenig anwendbar

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FAQ – Daytrading lernen

Wie lange dauert es, Daytrading richtig zu lernen?
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Die meisten Trader benötigen mindestens 2 Jahre, um profitabel zu werden. Daytrading ist ein Prozess aus Theorie, Praxis, Backtesting und psychologischem Lernen.
Mit wie viel Kapital sollte ich ins Daytrading starten?
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Am Anfang solltest Du ausschließlich im Demokonto traden. Für den späteren Echtgeldstart reichen 300–500 Euro, um erste Erfahrungen zu sammeln – mehr ist nicht nötig.
Warum verlieren so viele Daytrader Geld?
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Viele scheitern an zu vielen Trades, fehlenden Stop-Losses, großen Hebeln oder mangelnder Disziplin. Auch psychologische Fehler wie Ungeduld und Rachetrading sind häufige Gründe.
Welche Strategie eignet sich für Daytrading Anfänger?
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Trendfolge-Strategien sind für Anfänger ideal. Trends haben eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit und sind mit EMAs, Trendlinien oder Zonen gut erkennbar.
Wie viele Trades pro Tag sind sinnvoll?
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Einsteiger sollten maximal 3–5 Trades pro Tag machen – dafür in höchster Qualität. Viele kleine, impulsive Trades („Overtrading“) ruinieren häufig das Konto.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

„Egal in welcher Marktphase man sich befindet – mit meinen Strategien kann ich seit über 6 Jahren flexibel im Markt erfolgreich agieren!“

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.