Die folgenden 10 Trading Tipps aus diesem Ratgeber habe ich selber durch learning by doing in der Praxis gelernt. Sie sind an Anfänger gerichtet und helfen Dir Fehler zu vermeiden und Dich auf den richtigen Weg zum profitablen Trader zu lenken.
Am Ende liegt es aber an Dir, ob Du genug Übung in das Trading steckst und wie intensiv Du meine Trading Tipps befolgst. Mehr dazu im Beitrag:

Trading Tipps Liste:
#1 Beste Handelszeiten – Handel nur zu Europa/US Zeiten.
#2 Bleib bei zwei Märkten – Trade nicht jedes Asset.
#3 Gewinner laufen lassen – Ein Gewinntrade wird ausgequetscht.
#4 Stop Loss Risikogrenze – Niemals mehr als 1% riskieren.
#5 Demokonto Training – Übe Deine Strategie erst mit Spielgeld.
#6 Long & Short Trading – Bleibe bei fallenden Kursen cool.
#7 Mache Backtests – Profitable Strategien funktionieren immer.
#8 Realistische Erwartungen – Mach Dir keinen Druck.
#9 Qualität bei Trades – Mache 2 Trades; keine 20.
#10 Trading Tagebuch – Sei Dein eigener Mentor.
1. Beste Handelszeiten
Grundsätzlich ist es Dir möglich durch verschiedene Märkte und Handelsprodukte nahezu rund um die Uhr zu traden. In der Praxis zeigt sich aber, dass es Phasen mit besonders hoher Schwankung sowie Phasen mit geringer Schwankung gibt. Als Daytrader benötigen wir viel Volatilität (=Schwankung), welche in den Uhrzeiten um die EU- und US-Eröffnung am höchsten ist. Ich trade täglich 9-11 Uhr und 15.30-17.30 Uhr.

Beachte: Wenn Du eher Phasen mit weniger Bewegung handeln möchtest, dann kannst Du die Zeiten außerhalb der Eröffnung nutzen. Also bspw. ab 11 Uhr und ab 17.30 Uhr.
2. Bleib bei zwei Märkten
Früher habe ich gleichzeitig 10 Währungspaare, mehrere Aktien und einige Indizes beobachtet und nach Chancen für Trades gesucht. Dies sorgte nur für übermäßigen Stress und vielen Trades mit geringer Qualität. Als ich mich entschied nur noch den DAX und Nasdaq Index zu handeln, konnte ich ein viel besseres Verständnis für die Märkte aufbauen. Jedes Asset hat seinen eigenen Charakter wie Bewgeugnen statfinden (bspw. Volatilität, Fehlausbrüche, etc.)
Beachte: Mit meinem Fokus auf nur 2 Indizes finde ich trotzdem genug Chancen pro Tag. Meist setze ich 3-5 Trades am Tag um.
3. Gewinner laufen lassen
Der Markt bezahlt Geduld und nicht Ungeduld! Damals hatte ich Angst davor Verlust-Trades zu haben, da ich dachte, dass dies heißt: „Christian Du bist ein schlechter Trader“. Also habe ich bei meinen Trades bereits kleine Gewinne mitgenommen damit ich nicht mehr ins Minus komme. Das Problem: Kommt irgendwann doch ein Verlust-Trade, dann sind die letzten 15 Trades wieder ausradiert. Erst als ich angefangen habe die Gewinne größer werden zu lassen, konnte ich auch Verlust-Trades „easy“ aushalten.

Beachte: Aktuell strebe ich an eine Trefferquote von 55% zu haben mit einem Chancen-Risiko-Verhältnis von 2. D.h. meine Gewinne sind doppelt so hoch wie meine Verluste. So bin ich profitabel.
4. Stop Loss Risikogrenze
Neben den Gewinnen groß werden lassen, ist es ebenso wichtig die Verluste klein zu halten. Nur wer Verluste klein hält, kann schnell den Loss wieder aufholen. Ich hatte früher immer auf einen Stop-Loss verzichtet und gehofft, dass der Trade wieder ins Grüne läuft. Das Problem war genau der Punkt, dass bei einem Loss das Depot ordentlich runtergefahren wurde. Heutzutage setze ich immer einen Stop-Loss und passe die Positionsgröße so an, dass ich maximal 0,4% des Depots verlieren kann.

Beachte: Als Anfänger mit einem kleinen Konto kannst Du auch maximal 1% pro Trade riskieren. Bei einem 5.000€ Konto also maximal 50€ Verlust, falls Dein Stop getroffen wird.
5. Demokonto Training
Als Anfänger ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass Du Verluste machen wirst. Zwar kannst Du Dich 1-2 Wochen auf Anfängerglück verlassen, aber dies ist nicht nachhaltig! Erstelle Dir erstmal ein kostenfreies Demokonto in welchem Du das Trading lernen kannst! Übe hier verschiedene Orders, Märkte, Handelszeiten, Strategien, etc. Erst wenn Du hier über 3 Monate keine Verluste mehr machst, darfst Du ins Echtgeldkonto wechseln.

Beachte: Würdest Du sofort echtes Geld handeln und Du verlierst es, dann hättest Du später kein Startkapital mehr, wenn Du wirklich traden gelernt hast. Spare Dir also das Kapital für Deine Zukunft auf.
6. Long & Short Trading
Als Anfänger wollte ich immer nur Kaufen, da mir klar war, dass die Kurse langfristig steigen werden. Allerdings bietet das Shorten (also Handel auf fallende Kurse) ebenfalls gute Chancen im Trading. Einerseits fallen die Kurse schneller als sie steigen, wodurch man hier gute Chancen im Trading hat. Andererseits ist man im handel sehr flexibel, wenn man nicht nur longen, sondern auch shorten kann. Du kannst also deutlich entspannter in den Handelstag gehen, wenn Dir die Richtung egal ist.

Beachte: Die meisten Strategien, welche auf der Long-Seite funktionieren, kannst Du mit umgekehrter Logik auch für das Shorten nutzen.
7. Mache Backtests
Backtesting ist eine zeitaufwendige Arbeit, welche Dir allerdings beim Trading lernen enorm helfen kann! Beim Backtesting gehst Du in die Vergangenheit und schaust wie Deine Strategie performed hätte. Ist eine Strategie in der Vergangenheit unprofitabel, dann brauchst Du sie auch nicht in der Zukunft traden. Ist die Trading-Strategie hingegen im Backtest profitabel, dann kannst Du sie mal im Demokonto in Echtzeit testen.

Beachte: Durch Backtests kannst Du auch gut abschätzen wie groß mal eine Verlustserie sein kann etc. Du lernst Deine Strategie gut kennen und kannst sie sogar optimieren.
8. Realistische Erwartungen
Trading ist zwar eine kurzfristige Tätigkeit, aber Du musst langfristig am Ball bleiben um Geld zu verdienen! Mache Dir keinen Performancedruck nach dem Motto „Ich muss jeden Monat 20% Rendite machen“. Das ist langfristig unrealistisch. Strebe viel besser eine Rendite von bspw. 5% pro Monat an. Dies ist für Trader ein top Wert! – und vor allem ist dies replizierbar über einen langen Zeitraum machbar.
Beachte: Wer geringere Renditen will, muss auch nur geringeres Risiko eingehen. Du hast also auch nur kleine Verluststrecken und kannst emotional entspannter sein.
9. Qualität bei Trades
Damals habe ich täglich gerne mal 20-25 Trades umgesetzt, da ich der Meinung war, dass ich als Tarder stets im Markt sein muss. Das Problem war hierbei, dass die meisten Trades eine sehr schlechte Qualität hatten. Erst als ich mich darauf fokussiert habe nur die wenigen Trades mit hoher Qualität zu traden, konnte ich meine Verluste verkleinern und in Richtung profitabler Trader kommen.

Beachte: Die meisten Vollzeit-Trader aus meinem Umkreis machen so 2-5 Trades am Tag. Ich ordne mich ebenfalls in dem Bereich ein.
10. Trading Tagebuch
In einem Trading Tagebuch trackst Du alle Deine getätigten Trades und notierst Dir auch Deine Gedanken, Gefühle, etc. dazu. Wenn Du alle 1-2 Wochen Deine Trades nochmal revue durchgehst, werden Dir immer wieder Verbesserungen auffallen. Ich dachte damals, dass ein Tagebuch reine Zeitverschwendung sei. Als ich anfing dies zu führen wurde mir schnell klar, dass meine Trendumkehr Trades ständig Verluste machen, während meine Trendfolge Trades Gewinne machen – also wurde ich Trend Trader.

Beachte: Wenn Du richtig fleißig sein willst, dann machst Du auch vor jedem Trade Einstieg einen kurzen Screenshot vom Chart und fügst diesen im Tagebuch ein!
FAQ – Trading Tipps

Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
