Der Gleitende Durchschnitt (bzw. Moving Average) ist der bekannteste Trendfolge-Indikator im Trading. Er glättet Kurse über einen bestimmten Zeitraum. Durch ihn kannst Du leicht Trends erkennen und mögliche Trading Setups erstellen.

In Seitwärtsphasen ist der Gleitdurchschnitt hingegen kaum zu gebrauchen, da er zeitverzögert reagiert. Mehr dazu im Ratgeber:

Simpler Trendfilter mit dem Gleitenden Durchschnitt

Gleitdurchschnitt Überblick:

#1 Was ist der Gleitdurchschnitt? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 Berechnung SMA – Schlusskurse verrechnen.

#3 Gleitdurchschnitt Varianten – Simple und Exponentiell

#4 Trading Strategie mit EMA – Rücksetzer als Trend Chance.

#5 Vor- und Nachteile – Leicht verständlich; zeitverzögert

#6 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Gleitender Durchschnitt.

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Was ist der Gleitdurchschnitt?

Der Gleitende Durchschnitt (engl.: Moving Average) ist einer der einfachsten Indikatoren in der technsichen Analyse. Er glättet Kursbewegungen von Wertpapieren und gibt Dir damit Hinweise auf übergeordnete Trendrichtungen. Vor allem für Trend Trader ist der Gleitdurchschnitt von hoher Bedeutung, da er das Marktrauschen filtert und ein klares Signal gibt.

Befindet sich ein Kurs über einen Gleitdurchschnitt, so deutet das auf einen Aufwärtstrend hin. Ist der Kurs eines Wertpapiers hingegen unterhalb eines gleitenden Durchschnitts, so befindet er sich ein einem Abwärtstrend.

Beachte: Den Gleitdurchschnitt kannst Du in allesn Märkten und auf allen Zeiteinheiten anwenden. Ich habe gute Erfahrungen vor allem auf dem Tageschart im Swing Trading sowie im Minutenchart im Daytrading gemacht.

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Berechnung SMA

Der einfache Gleitdurchschnitt wird berechnet indem Du die Schlusskurse der Kerzen addierst und anschließend durch die Anzahl der Kerzen dividierst. Es ist also die simpleste Art des Durchschnitts, welche Du auch aus dem Mathematik Unterricht kennst.

Die „Anzahl der Kerzen“ wird in der Börsenwelt asl Periode bezeichnet. Typische Perioden sind bspw. 9, 20, 38, 50, 100 und 200. Entsprechend nennen wir diese Gleitdurchschnitt auch SMA(200) oder 200-Tage-Linie. All diese Begriffe meinen das selbe.

Formel: SMA = (Schlusskurs1 + Schlusskurs2 + … + SchlusskursN) / Anzahl der Perioden N.

Gleitdurchschnitt Varianten

Das große Problem der einfachen Gleitdurchschnitte (SMA) ist, dass sich diese bei großen Perioden sehr langsam verändern. Diesen „Time-Lag“ kann man minimieren, indem man neueren Schlusskursen etwas mehr Gewichtung gibt als älteren Kursen. Je nach Art der Gewichtung können wir verschiedene Varianten unterscheiden: Exponentiel Moving Average (EMA), Linear Weighted Moving Average (LMA), Double Exponentiel Moving Average (DEMA), etc.

Die Gewichtung wird durch einen Alpha-Faktor in der Berechnung erzeugt. Diese Mathe möchte ich Dir ersparen. Lass uns lieber in der Praxis beobachten wie der EMA stets enger am Kurs als der SMA ist, da er aktuelle Kurse mehr gewichtet als alte:

Berechnung EMA: EMA=(Schlusskurs∗α)+(EMA des vorherigen Tages ∗(1−α))

Trading Strategie mit EMA

Wie beschrieben sind Gleitdurchschnitte (egal welche Variante) Trend Indikatoren. Ich habe eine Index Trading-Strategie (bspw. für den österreichischen ATX) wo ich den EMA20 und EMA50 nutze. Hierbei warte ich ab, bis sich die EMAs in eine Richtung öffnen und mir somit die Trendtendenz anzeigen. Kommt es anschließend zu einem Rücksetzer in den EMA-Bereich, so möchte ich einen Trade in Trendrichtung eröffnen.

Dabei gehe ich übrigens nicht „blind“ einfach rein, sondern beobachte detailliert die Kerzen, ob es bspw. eine hammerkerze gibt – diese nutze ich zum Einstieg. Einen sinnvollen Stop-Loss kann ich anschließend knapp unter den EMA50 platzieren.

Beachte: Meinen Take-Profit habe ich gern doppelt soweit entfernt wie den Stop-Loss. Ich handel quasi mit einem Chancen-Risiko-Verhältnis von 2. Der Take-Profit ist aber für mich nebensächlich; viel wichtiger ist der Stop-Loss zum Kapitalschutz!

Gleitdurchschnitt Vor- und Nachteile

Vorteile:

Klare Trendbestimmung

Einfach zu verstehen

Gute Unterstützung und Widerstände

Hilfreich für Trendfolge-Strategien

Gut kombinierbar mit anderen Tools wie Macd

Nachteile:

Starke Verzögerung (Lag)

Schlechte Performance in Seitwärtsmärkten

Unterschiedliche MA-Typen können verwirren

Meine Empfehlung: Trading bei XTB
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FAQ – Gleitender Durchschnitt

Was ist der Unterschied zwischen SMA und EMA?
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Der SMA gewichtet alle Kurse gleich, während der EMA aktuelle Kurse stärker berücksichtigt. Dadurch reagiert der EMA schneller auf Kursänderungen, erzeugt aber auch mehr kurzfristige Signale.
Welche gleitenden Durchschnitte sind am beliebtesten?
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Sehr häufig genutzt werden der SMA200 für langfristige Trends sowie EMA20 und EMA50 für kurzfristiges Trading. Diese Durchschnitte dienen vielen Tradern als dynamische Unterstützungen.
Ist der Gleitdurchschnitt für Anfänger geeignet?
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Ja, der Gleitdurchschnitt ist ideal für Anfänger. Er ist leicht verständlich, zeigt klare Trendrichtungen und hilft dabei, emotionale Fehlentscheidungen im Trading zu vermeiden.
Warum funktioniert der Gleitdurchschnitt in Seitwärtsmärkten schlecht?
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In Seitwärtsphasen wechselt der Kurs ständig über und unter dem Durchschnitt. Dadurch entstehen viele Fehlsignale, da kein klarer Trend vorhanden ist.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.