Der Hexensabbat wird oftmals auch als „großer Verfallstag“ bezeichnet. An jenem Tag verfallen Optionen & Futures auf sämtliche Assets. Durch den Verfall kommt es zu erhöhter Volatilität, was für Trader Chancen bietet.

Aus der Praxis kann ich Dir aber sagen, dass der Effekt des Hexensabbat die letzten Jahre abgenommen hat. Mehr dazu im Beitrag:

Hexensabbat Überblick

#1 Was ist der Hexensabbat? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 Hexensabbat Ablauf – Erst Stoxx, dann Dax, etc.

#3 Auswirkung auf Trading – Long Tendenz in Verfallswoche.

#4 Vor- und Nachteile – Klare Termine im Jahr.

#5 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Hexensabbat.

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Was ist der Hexensabbat?

Der Hexensabbat an der Börse ist auch als „Triple Witching Day“ oder „Großer Verfallstag“ bekannt. Er findet stets am dritten Freitag des dritten Monats eines Quartals statt – also vier mal im Jahr. Anhand der Namen kannst Du Dir grundsätzlich alle wichtigen Informationen zum Hexensabbat ableiten. So Enden (bzw. „Verfallen“) die Terminkontrakte auf Aktien und Indizes. Aus diesem Grund nutzen wir im deutschen auch „Großer Verfallstag“.

Er wird als „groß“ bezeichnet, da hier alle 3 wichtigen Terminkontrakte enden: Futures auf Indizes, Optionen auf Indizes und Optionen auf Aktien. Die drei Verfälle sind auch Namensgeber für „Triple Witching Day“.

Beachte: Es gibt auch einen kleinen Verfallstag, welcher Monatlich stattfindet. Hier verfällt nur ein Kategorie der Terminkontrakte.

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Hexensabbat Ablauf

Die Optionen & Futures auf Aktien udd Indizes verfallen nicht alle mit einmal, sondern über den Tag verteilt:

12.00 Uhr: Optionen & Futures auf die Stoxx-Werte verfallen. Dies sind Aktienindizes mit den wichtigsten europäischen Werten.

13.00 Uhr: Kontrakte auf DAX und TecDAX Werte verfallen

13.05 Uhr: MDax Werte verfallen.

17.20 Uhr: Terminkontrakte auf Schweizer Aktien verfallen

17.30 Uhr: Optionen auf deutsche Aktien verfallen

21.00 – 22.00 Uhr: Optionen & Futures auf US Aktien und Indizes verfallen

Beachte: Wie Du siehst macht die USA keine zeitliche Staffelung, sondern macht den ganzen Verfall in der letzten Handelsstunde. Diese wird entsprechend auch „Triple Witching Hour“ genannt.

Auswirkung auf Trading

Der Effekt des Hexensabbat hat die letzten Jahre bzgl der Volatilität abgenommen. Vor einigen Jahren gab es während dem Rollover von Futurekontrakten in den Indizes noch riesige Bewegungen. Heutzutage ist hier deutlich weniger los. (Rollover bedeutet, dass ein Anleger direkt Geld in den neuen Futurekontrakt investiert bevor der alte Kontrakt verfällt).

In der Woche des großen Verfalls zeigt sich eine überdurchschnittlich häufige Long Tendenz. Dies ist damit zu erklären, dass viele institutionelle Anleger zwar Aktien Long sind, aber mittels Optionen (covered Calls) auch als Stillhalter aktiv sind, um selbst in Seitwärtsphasen Geld zu verdienen. Diese Call-Optionen werden vor einem Verfall abgesichert, was zu steigender Nachfrage führt.

Am Verfallstag kann ich vor allem bei Indizes oft beobachten, dass sich diese an dem Preislevel mit dem höchsten „Open Interest“ nahezu schon festkleben. Dies wird gern als Pinn-Effekt bezeichnet. Das Open Interest gibt an bei welchem Level die Optionen ausgelöst werden. Da wo das höchste Open interest ist, ist das markanteste Level.

Beachte: Du könntest Dir eine Strategie entwickeln wo Du in der Woche des Verfalls am Montag Long gehst (bspw. im S&P500) und diese Position am Donnerstag Abend verkaufst.

Hexensabbat Vor- und Nachteile

Vorteile:

Sehr hohe Liquidität

Gute Chancen für erfahrene Trader

Marktbereinigung

Planbares Ereignis

Hohe Relevanz für Indizes

Nachteile:

Viele Fehlsignale

Marktmanipulationsähnliche Effekte

Erhöhtes Risiko für Anfänger

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FAQ – Hexensabbat

Was ist der Hexensabbat an der Börse?
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Der Hexensabbat ist der große Verfallstag, an dem Optionen und Futures auf Aktien und Indizes gleichzeitig verfallen, was oft zu erhöhter Volatilität führt.
Wann findet der Hexensabbat statt?
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Der Hexensabbat findet viermal im Jahr statt, jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember.
Warum steigt die Volatilität am Hexensabbat?
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Durch den gleichzeitigen Verfall vieler Terminkontrakte müssen Positionen geschlossen oder gerollt werden, was zu erhöhtem Handelsvolumen und kurzfristigen Kursbewegungen führt.
Ist der Hexensabbat heute noch relevant für Trader?
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Ja, allerdings ist der Effekt schwächer als früher, da viele institutionelle Anpassungen bereits im Vorfeld stattfinden und extreme Bewegungen seltener geworden sind.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.