Als Bärenmarkt wird eine Marktphase bezeichnet wo sich die Kurse von Wertpapieren um mehr als 20% von ihren Allzeithochs entfernen. Es ist also eine längere Zeit wo die Verkäufer (Bären) die Preise dominieren und Aktien, Indizes, etc. Kursverluste erleiden.
Während einem Bärenmarkt fallen die Kurse relativ schnell, was für unsere Trader attraktive Chancen bringen kann. Mehr dazu im Artikel:


Bärenmarkt Überblick
#1 Was ist ein Bärenmarkt? – Kurze Erklärung & Definition.
#2 Bärenmarkt Begriffe – Bullenmarkt, Bärenfalle, etc.
#3 Strategie im Bärenmarkt – Ich zeige Dir Short Trading.
#4 Vor- und Nachteile – Volatile Kurse bieten Chancen.
#5 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum Bärenmarkt.
Was ist ein Bärenmarkt?
Ein Kurs eines Wertpapiers befindet sich per Definition in einem Bärenmarkt, wenn er sich mehr als 20% vom Allzeithoch entfernt hat. Da dies bei Aktien mal „schnell“ passieren kann, achte ich in der Praxis vor allem auf den marktbreiten S&P500 Index. Dies ist der Leitindex aus den USA, welcher die wichtigsten Aktienwerte aus der USA enthält. Ist der S&P mehr als 20% vom Hoch entfernt, dann sind sehr wahrscheinlich nahezu alle Aktien im Abwärtstrend.
Beachte: Der Begriff „Bärenmarkt“ kommt vom „Bär“, welcher an der Börse für fallende Kurse steht. Der Bärenmarkt ist also eine lange Phase wo die Bären dominant sind.
Bärenmarkt Begriffe
Der Bullenmarkt ist das Gegenstück zum Bärenmarkt. Er definiert eine Marktphase, welche durch steigende Kurse geprägt ist. Während eines Bullenmarkts dominieren die Bullen (=Käufer) und sorgen für neue Allzeithochs.
Eine Bärenmarkt-Rallye ist ein starke Anstieg während eines Bärenmarktes. Nach einem langen Abverkauft kommt es häufig zu einer starken Gegenbewegung, welche 2-5 Tage anhält. Die Rallye entsteht da Short-Seller ihre Positionen abbauen. Während der Bärenmarkt-Rallye werden viele Privatanleger wieder in den Markt gelockt. Da der Anstieg aber nur kurzfristig ist, machen diese oftmals anschließend wieder Verluste, wenn der Bärenmarkt fortgesetzt wird.
Ein Crash wird oftmals mit einem Bärenmarkt verwechselt. Bei einem Crash handelt es sich um einen starken Abverkauf in kurzer Zeit (bspw. paar Tage bis 2 Wochen), während der Bärenmarkt eine längere Marktphase von mehreren Monaten gemeint ist. Tatsächlich kann aus einem Crash aber ein Bärenmarkt entstehen.
Eine Bärenfalle hat grundsätzlich nichts mit einem Bärenmarkt zu tun. Eine Bärenfalle ist eine Chartsituation wo der Kurs knapp unter eine Unterstützung läuft und somit Verkäufer (Bären) anlockt, nur um anschließend doch wieder nach oben zu laufen. Da hier die Bären Verluste machen, wird dies Bärenfalle genannt.
Beachte: In der Praxis lässt es sich beobachten, dass im Bärenmarkt die Kurse schneller fallen, als sie im Bullenmarkt steigen. Das macht das Shorten so attraktiv.
Strategie im Bärenmarkt
Befindet sich ein Kurs im Abwärtstrend, dann ist die Wahrscheinlichkeit für weitere fallende Kurse sehr hoch! Ich versuche daher bei kleinen Rebounds Short Positionen zu eröffnen, wobei mir der VWAP Indikator helfen soll. VWAP steht für Volume Weighted Moving Average, also einem Gleitdurchschnitt, welcher zusätzlich das Handelsvolumen beachtet. Der VWAP markiert somit ein Preislevel von hohem Interesse, wobei er als Widerstand fungieren kann.
Läuft der Kurs im Bärenmarkt von unten an den VWAP und bildet Abweisungskerzen (bspw. lange Schatten oben dran), dann möchte ich Shorten und einen Stop-Loss sinnvollerweise knapp über dem VWAP platzieren. Als mögliches Ziel wähle ich das jüngste Verlaufstief.

Bärenmarkt Vor- und Nachteile
Vorteile:
Günstige Einstiegsmöglichkeiten für Investments
Gute Chancen für Short-Trader
Hohe Lernkurve für Anleger
Gute Vorbereitung für den nächsten Bullenmarkt
Attraktive Dividendenrenditen
Nachteile:
Hohe Verlustrisiken
Starke psychologische Belastung
Schlechte Stimmung und negative Nachrichten
Höheres Risiko für Anfänger
FAQ – Bärenmarkt Trading

Christian Böttger
Vollzeit-Trader
>75% Trefferquote
+7 Jahre Erfahrung
>100K € Jahresgewinn
Über den Autor:
Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.
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