Das W Pattern ist eine Chartformation, welche die Umkehr eines Abwärts- in einen Aufwärtstrend andeutet. Das Muster ist damit ein fester Bestandteil der Chartanalyse von Wertpapieren und ist in allen Zeiteinheiten & Märkten zu finden.

Da das W Pattern zu den schwächeren Mustern gehört, solltest Du es jedoch mit Vorsicht in der Praxis nutzen. Mehr dazu im Ratgeber:

W Pattern Überblick:

#1 Was ist das W Pattern? – Kurze Erklärung & Definition.

#2 W Pattern Aufbau – 2 Tiefs als Umkehrformation.

#3 Praxisbeispiel W Pattern – Long Signal mit Take-Profit.

#4 Vor- und Nachteile – Häufig zu sehen; schwaches Signal.

#5 FAQ – Häufig gestellte Fragen zum W Pattern Trading.

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Was ist das W Pattern?

Das W Pattern wird auch als Double Bottom bzw. Doppelboden bezeichnet und ist eines der bekanntesten Umkehrformationen im Trading. Die Chartformation sieht dabei wie der Buchstabe „W“ aus, was den Namen auch erklärt. Mit seinen zwei gleichwertigen Tiefpunkten deutet das W Pattern eine Unterstützung an, was zur Umkehr eines Abwärtstrends in einen neuen Aufwärtstrend führen kann. Durch eine Long Position kannst Du vom W Muster profitieren.

Die Doppelboden Formation ist allgegenwärtig in der technischen Analyse zu finden, sprich in allen Assets wie Aktien, Indizes, Währungen, etc. sowie in allen möglichen Zeiteinheiten. Dabei gilt: Je größer die Zeiteinheit, desto stärker ist das W Pattern.

Beachte: Als Anfänger könnte es passieren, dass Du den Doppelboden mit einer Seitwärtsphase verwechselst. Warte stets auf einen Ausbruch der Formation ab, bevor Du einen Trade eingehst. So kannst Du Fehltrades reduzieren.

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W Pattern Aufbau

Das W Pattern besteht aus 2 Tiefs, welche auf einem sehr ähnlichen Level liegen. Beide Verlaufstiefs sind durch ein Zwischenhoch getrennt, welches beim überschreiten als Einstiegslevel für eine Long Position dient. Damit das Double Bottom Muster sauber ist, muss das Pattern nach einem Abwärtstrend folgen. In der Praxis markiere ich mir übrigens gerne das Zwischenhoch, um den Abschluss der Formation leichter zu erkennen.

Interpretation: Der vorherige Abwärtstrend wird von dominanten Verkäufern geprägt. Das erste Verlaufstief zeigt, dass Käufer langsam aktiv werden. Diese können allerdings nur einen kleinen Rebound realisieren bevor der Kurs erneut auf die Tiefs gedrückt wird. Da sich hier nun erneut starke Käufer finden und ein Fortsetzen des Abwärtstrend verhindern, zeigt sich die Chance die potentielle Umkehr! Mit dem Durchbruch des Zwischenhochs wird der Abwärtstrend gebrochen – ein neuer Trend startet!

Beachte: Das Gegenstück des W Patterns wird als „M Pattern“ bezeichnet. Dieses Muster beendet einen Aufwärtstrend und kehrt diesen in eine Abwärtsbewegung um.

Praxisbeispiel W Pattern

Das W Pattern deutet wie besprochen eine Umkehr eines Abwärtstrends in einen Aufwärtstrend an. Dabei entsteht ein Long-Signal beim Überschreiten des Zwischenhoch (schwarz). Oftmals gehe ich nicht direkt beim Ausbruch der Formation in einen Long rein, sondern warte noch einen Retest ab. So kann ich den häufig auftretenden Fehlsignalen aus dem Weg gehen.

Um einen guten Take-Profit zu definieren kannst Du die Höhe der Formation (also vom Zwischenhoch zum tiefsten Punkt) abmessen und an das Ausbruchlevel anlegen. Einen Stop-Loss kannst Du sinnvoll knapp unter die Ausbruchlinie oder weiter entfernt unter das Tief des W Pattern platzieren.

Beachte: Trading ist riskant! Ich empfehle Dir immer einen Stop-Loss zu setzen! Dies ist unsere bester Mechanismus zum Kapitalschutz, falls die Formation doch keine Umkehr herbeibringt.

W Pattern Vor- und Nachteile

Vorteile:

Einfach zu erkennen

Liefert klare Einstiegspunkte

Kommt sehr häufig vor

In allen Timeframes und Märkten anwendbar

Deutet frühzeitig eine Umkehr an

Nachteile:

Gefahr von Fehlsignalen

Subjektive Interpretation möglich

Formationsbildung dauert lange

Weit entfernter Stop-Loss

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FAQ – W Pattern Trading

Wie zuverlässig ist das W Pattern?
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Das W Pattern ist eher schwach, liefert aber gute Signale in Kombination mit Unterstützung, steigenden Volumen oder dem RSI. Alleinstehend solltest Du es nicht handeln.
Wann entsteht das Long-Signal?
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Das Long-Signal entsteht erst beim Ausbruch über das Zwischenhoch. Viele Trader warten anschließend einen Retest ab, um Fehlsignale zu reduzieren und ein besseres Chancen-Risiko-Verhältnis zu erhalten.
Wie bestimme ich das Kursziel?
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Das Kursziel berechnest Du, indem Du die Höhe des Musters misst und nach dem Ausbruch anlegst. Alternativ kannst Du auch nahe Widerstände als realistisches Ziel nutzen.
Wo setze ich den Stop-Loss?
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Der Stop-Loss kann knapp unter der Ausbruchslinie gesetzt werden oder konservativ unter dem zweiten Tief. Letzteres reduziert Fehlsignale, vergrößert aber den Abstand deutlich.

Christian Böttger

Vollzeit-Trader

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Über den Autor:

Christian Böttger ist hauptberuflich Trader und Mentor, der sowohl kurzfristige Trades als auch langfristige Investments mit überragender Trefferquote durchführt. Auf Finanzradar.de teilt er seine Analysen sowie praktische Erfahrung und hat besonders für Anfänger den einen oder anderen Kniff parat. Mehr über Christian erfährst Du hier.